Meinung
Staat und Politik müssen Vertrauen zurückgewinnen
Angesichts der weltpolitischen Turbulenzen, die sich am erhöhten Flugbetrieb über der Westpfalz genauso ablesen lassen wie überall an den Preistafeln der Tankstellen, ist es fast ein Wunder: Fast zwei Drittel der Pfälzer blicken der RHEINPFALZ-Umfrage zufolge vor der Landtagswahl sehr oder eher optimistisch in ihre persönliche Zukunft. Und das ist gut so: Es braucht für eine stabile Gesellschaft und ein vernünftiges Miteinander exakt diese Zuversicht und Hoffnung, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen werden. Und ganz offensichtlich ist Optimismus eine Frage, die eng mit der politischen Einstellung verknüpft ist. Während bis zu 80 Prozent der Unterstützer der CDU, SPD und der Grünen auf eine positive Entwicklung hoffen, sind bei der AfD und bei der Linken bis zu 50 Prozent, beim BSW sogar deutlich mehr als die Hälfte der Anhänger vom Gegenteil überzeugt. Keine Frage, Probleme und Missstände müssen benannt und gelöst werden. Mit Schwarzmalerei und Blick in den Abgrund wird das kaum gelingen. Grund zur Besorgnis gibt es: 49 Prozent der Pfälzerinnen und Pfälzer misstrauen mehr oder weniger stark staatlichen Institutionen. Und fast 40 Prozent stehen der Demokratie skeptisch gegenüber. Es wird also höchste Zeit für ein paar vertrauensbildende Maßnahmen.
