Südwest Mehr als jede zehnte S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet zu spät

Neue Gleise der S-Bahn zwischen Frankfurt und Bad Vilbel
Die S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet kämpft weiter mit häufiger Unpünktlichkeit.

Mehr Pünktlichkeit im Bahnverkehr scheint derzeit nicht zu schaffen zu sein. Stark ausgelastete Schienenwege werden als ein Grund angegeben.

Hofheim (dpa) - In ihrem Bemühen um mehr Pünktlichkeit kommt die S-Bahn Rhein-Main nicht vom Fleck. Die Pünktlichkeitsquote liege im laufenden Jahr bisher bei rund 88 Prozent, teilte der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) auf Nachfrage mit Stand Ende Juni mit. Dies bedeutet, dass im Schnitt von 100 Bahnen 12 ihr Ziel nicht zur vorgesehenen Zeit erreichten. Als verspätet gelten in der Regel Züge, die mindestens sechs Minuten überfällig sind. Die Quote von 88 Prozent entspreche dem Wert des Vorjahreszeitraums, erklärte der RMV. 

Im Durchschnitt des Gesamtjahres 2023 hatte die Quote bei 87,4 Prozent gelegen, wie ein Sprecher mitteilte. In dieser Betrachtung ergebe sich eine leichte Steigerung der Pünktlichkeit.

Die pünktlichsten Linien sind wie im Vorjahr S4 und S5. Die unpünktlichsten waren weiterhin die Linien S8 und S9, die längere Strecken fahren und zudem zahlreiche hoch ausgelastete Schienenwege passieren, wie der RMV mitteilte. Auch für die Modernisierung der Infrastruktur dringend notwendige Baustellen sorgten für Verspätungen, die sich auf den nachfolgenden Verkehr übertragen. Störungen, die ad hoc aufträten, kämen hinzu. 

Die Deutsche Bahn hatte vergangene Woche berichtet, im Juni seien nur etwa 55 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs gewesen. Grund seien Unwetter und Überflutungen gewesen. Doch auch unabhängig davon kämpft die Bahn seit Jahren mit der Zuverlässigkeit.

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