Südwest Hohe Haftstrafe nach Messerangriff auf zehnjähriges Mädchen

Justizgebäude in Kaiserslautern
Der 22-Jährige muss nach der Messerattacke ins Gefängnis. (Archivbild)

Die Attacke passierte in der gemeinsamen Pflegefamilie. Der 22-Jährige wurde kurz nach der Tat festgenommen.

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt sowie gefährlicher Körperverletzung ist ein 22-Jähriger zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das teilte das Landgericht Kaiserslautern mit.

Der Tatverdächtige soll einem zehnjährigen Mädchen, das in derselben Pflegefamilie in Schallodenbach (Kreis Kaiserslautern) lebte, Geld geboten haben, damit es sich auszieht. Als das Mädchen sich geweigert und gesagt habe, alles der Pflegemutter zu erzählen, soll der 22-Jährige nachts mit einem Fleischermesser mehrere Stich- und Schnittbewegungen in Richtung des Kopfes und des Halses des Kindes ausgeführt haben.

Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert

Die Zehnjährige erlitt bei der Tat im August vergangenen Jahres Verletzungen und musste operiert werden. Der Mann floh, als das Kind zu schreien begann, und wurde zwei Tage später festgenommen. In der Anklage war dem Mann vorgeworfen worden, mit seiner Tat habe er vertuschen wollen, dass er aus sexuellen Motiven gehandelt hatte.

Der Vorwurf lautete auf versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und sexuellen Missbrauch ohne Körperkontakt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sechs Jahren gefordert.

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