Pfalz Extremismus, OB-Versagen, Wahlkampf: Was Lokaljournalismus in der Pfalz bewegt

Ein Markenzeichen der RHEINPFALZ sind Wahlforen. Vor der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen nutzten Hunderte das Angebot.
Ein Markenzeichen der RHEINPFALZ sind Wahlforen. Vor der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen nutzten Hunderte das Angebot.

Tag des Lokaljournalismus: Die RHEINPFALZ bleibt die Zeitung der Pfalz. Drei Beispiele, bei denen unser Journalismus die Region geprägt hat.

Drogen, Gewalt und Extremismus: Als die Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ihre Recherche zu Vorwürfen gegen Fallschirmjäger in Zweibrücken starteten, wussten sie genau, wo sie hinschauen mussten: in die Lokalzeitung.

In etlichen Analysen und Kommentaren hatten Kollegen vor Ort dargelegt, was in der Kaserne passiert sein soll. Sie hatten anonyme Zuschriften geprüft, mit Informanten gesprochen, Stellungnahmen ange- und hinterfragt. Die Leser erfuhren so über Wochen hinweg ausführlich, was die FAZ-Käufer schließlich auf einer Seite zusammengefasst lasen.

Journalismus der RHEINPFALZ zeigte Wirkung in der Westpfalz – so wie er es jeden Tag zeigt in und um Kusel, Kirchheimbolanden, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken.

Informieren und aufdecken

Es ist eines von zahllosen Beispielen, bei denen wir das Große im Kleinen erzählen. Bei denen Journalisten im Lokalen aufdecken, was manch einer lieber nicht aufgedeckt wüsste. Was aus Sicht manch eines Protagonisten gerne unterm Teppich hätte bleiben können. Was eklatant und relevant ist.

Lokaljournalisten leuchten Orte aus, auf die sonst zu wenig Licht fällt. Sie sind dort, wo die Mutmacher und die Bösewichte wirken. Wo jeden Tag die Zukunft des Landes verhandelt und gestaltet wird. In den Städten. In den Gemeinden. In den Dörfern. Sie inspizieren, informieren, inspirieren.

Anderes Beispiel: Die Lokalchefin der RHEINPFALZ in Landau brachte in einem Kommentar deutlich auf den Punkt, worüber die Stadt seit Wochen hinter nur spärlich vorgehaltener Hand schimpfte: das fragwürdige Agieren des Stadtoberhaupts.

Die Kollegin konnte nur deshalb so scharf kommentieren, weil sie den OB schon lange begleitet. Sie ordnete kundig ein, sorgte für Diskurs. Dann passierte das durchaus Erwartbare: Menschen meldeten sich und bedankten sich bei ihr. Dann passierte das Unerwartbare: Der Gescholtene räumte Fehler ein und gelobte Besserung.

Journalismus der RHEINPFALZ zeigte Wirkung in der Südpfalz – so wie er es jeden Tag zeigt in und um Germersheim und Landau.

Nun erscheint dieses Loblied auf den Lokaljournalismus in Produkten einer lokalen Tageszeitung. Somit ist jede Versicherung einer Objektivität unglaubwürdig. Zumindest zu einer Plausibilisierung von Relevanz helfen aber vielleicht Zahlen: Laut der IVW, der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, liegt die Verbreitung der RHEINPFALZ bei insgesamt rund 200.000 Exemplaren. Mit unserer Website rheinpfalz.de und unserer App kratzen wir Monat für Monat an der Marke von 10.000.000 Besuchen.

In 13 Städten in der Pfalz haben wir Redaktionen. 190 Journalisten leben in der Region, über die sie schreiben. Begegnen auf dem Marktplatz ihren Fans und Gegnern. Sind Beobachter und Impulsgeber. Unterstützt werden sie von Hunderten Mitarbeitern.

Drittes Beispiel: Als Ludwigshafen einen Oberbürgermeister suchte, lud die Lokalredaktion zum launigen Schlagabtausch der Kandidaten. 600 Leser kamen ins Bürgerhaus Oppau. Nochmal so viele mussten an diesem Abend aus Platzgründen wieder den Heimweg antreten.

Nach intensiver Debatte stand aus Sicht vieler Gäste ein klarer Gewinner fest: Es war unser Redaktionsleiter. Der hatte durch sein kluges Nachhaken und Einordnen den Ludwigshafenern das gute Gefühl gegeben: So einem Mann kann man die Stadt anvertrauen.

Großes Glück für uns, dass unser Kollege Vollblutjournalist ist. Großes Glück für alle Leser: Journalismus der RHEINPFALZ zeigte Wirkung in der Vorderpfalz – so wie er es jeden Tag zeigt in und um Frankenthal, Speyer, Grünstadt, Neustadt, Bad Dürkheim und Ludwigshafen.

In der Fläche bleiben

Natürlich sind auch Lokaljournalisten nicht fehlerfrei. Wir stellen uns Kritik. Wir sagen, was misslingt, trommeln aber ebenso für das, was gelingt. Ein Schlüsselwort ist für uns „Nähe“: Während andere Redaktionsbüros zusammenlegen, bleiben wir in der Fläche präsent. Wir wenden viel Kraft auf, um all jene Themen auszugraben, die die Pfalz in ihrer Vielfalt zeigen. Wir sind überzeugt, dass diese Region starken Lokaljournalismus verdient.

Darum richten wir auch weiterhin das Licht auf die Städte, Gemeinden und Dörfer. Auf die Menschen, die dieses Licht suchen. Und besonders auf die Menschen, die dieses Licht fürchten, aber verdienen.

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