Mobilität Klein, teuer - aber spitze: Der Mini als Second-Hand-Auto

Klein, teuer - aber spitze: Der Mini als Second-Hand-Auto
Mini maximal: Bei Gebrauchtwagen-Experten findet der Mini viel Lob.

Mini - seinem Namen wird das über die Jahre gewachsene Kultmodell nur noch bedingt gerecht. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) gibt es indes nicht viel zu kritisieren.

Berlin (dpa/tmn) – Seit 2024 ist die Neuauflage des Mini am Start. Sucht man also den zehn Jahre zuvor eingeführten Vorgänger, landet man automatisch beim Gebrauchten. 

Dabei besteht das Risiko, an arg geschundene Exemplare zu geraten. Denn der Brite mit dem Go-Kart-Feeling wird durch seine Halterinnen und Halter in der Regel recht munter bewegt. Umso überraschender: Bei der HU schneidet der Flitzer dennoch gut ab, auch im Hinblick auf das Fahrwerk.

  • Modellhistorie: Modelleinführung des hier betrachteten Mini war 2014, es handelt sich um die dritte Generation unter BMW-Regie. Die Facelifts führte der Hersteller 2018 und 2021 durch.

  • Karosserie und Varianten: Der Mini von 2014 lief klassisch als Dreitürer (F56), als Fünftürer (F55) und als Cabrio (F57) vom Band. Die Topmodelle in puncto Motorkraft tragen den Beinamen John Cooper Works, 170 kW/231 PS stehen hier im Datenblatt.

Auch eine elektrische Variante des Minis gibt es seit 2020. Weitere und ebenso hier nicht berücksichtigte Varianten im Mini-Kosmos sind der langgestreckte Clubman mit seitlich angeschlagenen Hecktüren oder das Mini-SUV Countryman.

  • Abmessungen (laut ADAC): Dreitürer: 3,82 m bis 3,87 m x 1,73 m x 1,41 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 211 l bis 930 l; Fünftürer: 3,98 m x 1,73 m x 1,43 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 278 l bis 941 l; Cabrio: 3,82 m bis 3,87 m x 1,73 m x 1,42 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 215 l.

  • Stärken: Neben dem intuitiven und direkten Lenkverhalten lobt der «Auto Bild TÜV-Report 2024» mit Blick auf das Abschneiden bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) vor allem das Fahrwerk als «durchweg spitze».

Achsaufhängungen und Lenkung seien robust, Federn und Dämpfer selbst der ältesten Exemplare noch besser als beim Durchschnitt. Bremsleitungen und -schläuche erweisen sich als haltbar, die Bremsscheiben sind ebenfalls überdurchschnittlich gut.

  • Schwächen: Die Beleuchtung vorn ist nicht mängelfrei, vor allem bei HU Nummer zwei im Fahrzeugalter von fünf Jahren sind die Fehlerquoten beim Abblendlicht signifikant, diese Mängel sind oft leicht zu beheben. Ab dem zweiten Check lässt auch die Funktion der Bremse etwas zu wünschen übrig. Hinzu kommen nicht gerade niedrige Gebrauchtwagenpreise.

  • Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik, der betrachtete Mini schneide «durchweg gut oder sehr gut» ab. Pannenschwerpunkte gab es demnach nicht zu dokumentieren.

  • Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 55 kW/75 PS bis 225 kW/306 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 70 kW/95 PS bis 125 kW/170 PS.

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:

  • Cooper D, Fünftürer, Facelift (6/2018); 85 kW/116 PS (Dreizylinder); 101.000 Kilometer; 13 134 Euro.
  • Cooper S, Dreitürer (6/2015); 141 kW/192 PS (Vierzylinder); 97.000 Kilometer; 10 924 Euro.
  • John Cooper Works (6/2021); 170 kW/231 PS (Vierzylinder); 35.000 Kilometer; 23 176 Euro.
x