Gesundheit Aktuelle Hitzewelle: 5 Tipps zum Abkühlen

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Menschen, Tiere oder Pflanzen: Die aktuellen Temperaturen über 35 Grad erfordern Durchhaltevermögen von allen. Mit ein paar Tricks lassen sich sehr heiße Tage jedoch gut und unbeschadet überstehen.

Arbeit bei Hitze

Berufstätige sollten auf leichte Kost setzen. Statt schwer verdaulicher Pommes ist ein Salat die bessere Wahl, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten, erklärt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Werks- und Betriebsärzte. Wo keine Klimaanlage den Arbeitsplatz kühlt, hilft ein Ventilator. Für einen längeren Einsatz sollte man aber auf einen Geräuschpegel von weniger als 45 Dezibel (dB) achten, rät der Tüv Süd. Ein Standventilator ist eine flexible Variante für den ganzen Raum, seine Zugluft kann aber stören. Aber Vorsicht: Um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus nicht zu erhöhen, sollten Ventilatoren nach Virologe Christian Drosten vor ein geöffnetes Fenster gestellt werden.

Kühles Zuhause

An heißen Sommertagen sollte morgens nicht zu kurz gelüftet werden. Denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern Wärme, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erläutert. Können sie während des Lüftens in den frischeren Morgenstunden nicht auskühlen, geben sie im Verlauf des Tages ihre Wärme an den Raum ab - der sich ja ohnehin schon aufheizt. Daher gilt der Rat, nicht nur so früh wie möglich die Fenster zu öffnen, sondern auch ausgiebig zu lüften. Tagsüber sollten die Fenster dagegen geschlossen bleiben. Daneben hilft es, die Scheiben zu verdunkeln.

Cool bleiben am Steuer

Autofahrer drehen die Klimaanlage besser nicht zu stark auf - grundsätzlich sollte sich die Temperatur innen um nicht mehr als etwa sechs Grad von der Außentemperatur unterscheiden. Als Wohlfühltemperatur nennt der ADAC eine Spanne von circa 22 bis 25 Grad.

Badeunfällen vorbeugen

Eltern sollten Kinder nie allein ins Wasser lassen, rät Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Es sei keine gute Idee, wenn Eltern ein Nickerchen machen und sich denken „Mein Kind hat doch das Seepferdchen“. „Ob Pool, Weiher oder Meer: Immer dabei bleiben“, rät Paatz. Nichtschwimmer dürften außerdem nur bis zum Knie ins Wasser. Anderenfalls könne sie zum Beispiel eine Strömung am Meer zu leicht von den Beinen holen. „Das Gefährliche in dem Fall: Der Nichtschwimmer reißt vor Schreck den Mund auf, Wasser schwappt hinein, und er kann nicht einmal mehr rufen.“

Im Garten

Bei Sommerhitze sollte man die Pflanzen nicht mittags oder nachmittags gießen, auch am frühen Abend sind Boden und Luft dafür noch zu warm. Daher rät das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft dazu, die Pflanzen entweder am frühen Morgen oder am späten Abend zu gießen - der effizienteste Gießzeitpunkt wäre um 4.00 Uhr nachts.