Garten Invasion der Marienkäfer?

Asiatische Marienkäfer krabbeln auf einem Holzbrett.
Asiatische Marienkäfer krabbeln auf einem Holzbrett.

Überall sind gerade Marienkäfer zu sehen. Sie sitzen an Hauswänden, tummeln sich im Garten oder auch in der Wohnung. Sogar auf Twitter sind sie schon zum Trend geworden. Nutzer sprechen von einer Invasion oder Plage. Was ist los mit den kleinen Käfern?

Die Marienkäfer sind momentan auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren. Weil sie die Suche gemeinsam angehen, sind sie gerade in so großen Schwärmen anzufinden. Laut dem Naturschutzbund (NABU) sind die letzten Sonnentage richtige Wandertage für die kleinen Käfer.

Sie machen sich auf den Weg in Richtung wärmere Regionen Europas oder suchen nach dem idealen Überwinterungsplatz im Garten. Im Winter machen sie es sich demnach am liebsten in Mauerritzen oder Dachsparren gemütlich. Dass vielen Menschen die Marienkäfer bis in die Wohnung folgten, sei aber eher Zufall. Dorthin verirrten sich die Schwärme durch offene Fenster und Türen, so der NABU.

Immer häufiger tauchen aber auch in diesem Jahr besondere Marienkäfer auf. Im Gegensatz zu unseren heimischen roten Marienkäfern mit zwei, vier oder sieben Punkten, kann der asiatische Marienkäfer, der schwarz gepunktet ist und von fast völlig orangerot bis fast völlig schwarz gefärbt sein kann, zwei und mehr Generationen pro Jahr erzeugen. Heimische schaffen nur eine. Allerdings sind die asiatischen Käfer auch richtige Schädlingsbekämpfer und fressen zum Beispiel Blattläuse und Gallmückenlarven. Damit können sie im nächsten Frühjahr wieder zum Gartenhelfer werden.