Spielewelten RHEINPFALZ Plus Artikel „Turm der Tiere“: Der Dreh mit dem Spiegel

In den Zimmern des Turms sind Tiere versteckt.
In den Zimmern des Turms sind Tiere versteckt.

In dem putzigen Kinderspiel von Sophia Wagner, das aus dem guten, alten Memory eine kreative Variante macht, helfen wir Tieren, ihre Partner zu finden.

Tiere leben paarweise friedlich in einem schönen Turm. Doch ein gemeiner Zauberer hat sie verflucht, und sie können sich und ihre Zimmer nicht mehr finden. Und dann will der Fiesling auch noch den Edelsteinschatz stehlen. Das können wir nicht zulassen! Also helfen wir den Bewohnern im „Turm der Tiere“.

Der namengebende Turm ist ein dreidimensionaler Spielplan, auf dem die Tiere verdeckt und gemischt in ihren Zimmern warten. Jedes der 20 Zimmer liegt stabil in einer Art Fach auf einer Turmebene und ragt an einer Stelle über die Zinnen des Turms. Die Kinder verteilen ihre Figuren auf dem untersten blauen Stockwerk.

Erkannte Tiere merken

Wer an der Reihe ist, würfelt und rückt seine Figur entsprechend viele Felder vor. Danach schnappt sich das Kind den kleinen Spiegel. Es hält ihn so unter den Vorsprung des Zimmers, auf dem es steht, dass es das Tier, das dort verborgen liegt, erkennen kann. Dafür ist ein wenig Geschick nötig, es klappt aber schnell. Als nächstes darf das Kind sich noch einen beliebigen anderen Vorsprung ansehen.

Der Spiegel zeigt hier eine Schildkröte.
Der Spiegel zeigt hier eine Schildkröte.

Die erkannten Tiere sollte man sich gut merken. Denn das Ziel ist, zwei gleiche Tiere oder Treppenteile zu finden und aufzudecken, wobei das Kind mit seiner Figur auf einem davon stehen muss.

Hilfreich für die Tiersuche sind die Farben der Stockwerke – blau, grün und rosa. Ein Tier hat immer die Hintergrundfarbe der Etage, auf der das gleiche Tier liegt. Ist hinter der Maus ein grüner Hintergrund zu sehen, ist die andere Maus also auf dem mittleren, grünen Stockwerk zu finden.

Edelsteine sammeln

Wenn das klappt, gibt es für den, der die Teile umgedreht hat, einen Edelstein in der Farbe der Etage, auf der seine Figur steht. Je weiter oben das ist, desto wertvoller sind die Edelsteine. Auch auf das aufgedeckte zweite Teil des Paars kommt ein Edelstein. Landet eine Spielfigur später auf so einem aufgedeckten Feld, sammelt sie den Edelstein ein. Der Spieler kann aber nur noch unter einen beliebigen Vorsprung schauen, kein Paar mehr aufdecken – das ist ja schon passiert.

Sobald auf einem Stockwerk die beiden Treppenteile umgedreht wurden, können die Kinder auch die nächsthöhere Etage erkunden und sich die wertvolleren Edelsteine verdienen.

Schöne Illustrationen

Sind alle Paare gefunden, endet das Spiel. Nun gibt es Punkte: Für rosafarbene, grüne und blaue Edelsteine sind es drei, zwei und ein Zähler, die auf dem Spielplan auf der Rückseite der Anleitung gezogen werden. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Acht Tier- und zwei Treppenpaare bilden die Räume des Turms, die immer wieder in neuer Anordnung auf dem Spielplan landen. Das macht „Turm der Tiere“ zu einem vergnüglichen Spiel, bei dem die Kleinen mit dem Spiegel ihre Freude haben. Zumindest sobald klar ist, wie man ihn hält, um das Tier zu entdecken. Wenn das gelingt, ist es eine gelungene Memory-Variante mit schönen Illustrationen, die man sich gern genauer ansieht.

Spielführer

Autor: Sophia Wagner
Genre: Kinderspiel
Spieler: 2 – 4
Alter: ab 5 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Verlag: Schmidt Spiele
Preis: um 28 Euro

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