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Freitag, 07. Dezember 2018 Drucken

Bauen & Wohnen Pfalz

Gemeinde mit Potenzial

Luftkurort Ludwigswinkel ist als Ferienziel sowie als Wohnsitz begehrt

Von Henning Wiechers

Bachauen vor Waldessäumen: Ludwigswinkel liegt in reizvoller Umgebung.

Bachauen vor Waldessäumen: Ludwigswinkel liegt in reizvoller Umgebung. ( Foto: wip)

Bürgermeister Sebald Liesenfeld

Bürgermeister Sebald Liesenfeld

Wasser, Wiesen und Wald prägen Ludwigswinkel. Das Dorf im südwestlichen Zipfel der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, direkt an der Grenze zu Elsass und Lothringen gelegen, ist ein Ort, „wo Urlaub zum Erlebnis wird“, wie der Slogan seiner Internetseite verspricht. Gut 300 Gästebetten hat der anerkannte Luftkurort zu bieten. Aber auch, wer hier nicht nur Urlaub macht, sondern sein ständiges Zuhause hat, wie die rund 800 Einwohner mit Hauptwohnsitz, ist gut aufgehoben.

Die vom Wasser vor einer urwüchsigen Wasgaukulisse charakteristisch gestaltete Umgebung Ludwigswinkels und seines Ortsteils Schöntal sowie des Saarbacherhammers macht einen großen Anteil des Zaubers dieser Gemeinde aus, die die jüngste der Südwestpfalz ist. 1783 wurde sie von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt, der auch Pirmasens zur Garnisonsstadt ausbaute, gegründet. Anhand eines historischen Rundwegs lässt sich vieles aus der nunmehr 235-jährigen Geschichte des Ortes entdecken. Und neben dem vielfach verzweigten Bachläufesystem und dem halben Dutzend Weihern drumherum finden sich in ihm fast ein Dutzend Brunnen. Ein Kurpark mit vielfältigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und dem als Naherholungsattraktion weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Barfußpfad sowie ein stattliches gastronomisches Angebot machen den Aufenthalt hier nicht nur für Touristen zu einer „runden Sache“.

Viele Nebenwohnsitze

Dass Ludwigswinkels Reize dazu verlocken, sich hier auch für mehr als ein paar Urlaubstage im Jahr aufzuhalten, zeigt nicht zuletzt die Zahl der Nebenwohnsitz-Inhaber, die die Gesamteinwohnerzahl auf fast 1000 Köpfe erhöht. Und viele derjenigen, die sich dafür entscheiden, ganz nach Ludwigswinkel zu ziehen, sind ehemalige Feriengäste, berichtet Ortsbürgermeister Sebald Liesenfeld. Das Dorf liege zwar durchaus ein wenig abseits der pulsierenden und arbeitsplatzreichen Zentren der Region – wie Rhein-Neckar-Raum, Karlsruhe und Kaiserslautern. Aber für die Wohnqualitäten „ihres“ Ludwigswinkels nähmen viele Einwohner längere Anfahrten zum Arbeitsplatz gern in Kauf.

Die Wohnqualität verdanke sich auch den vom „Glauben an die Zukunft der Dörfer“ im Gemeinderat getragenen beständigen Bemühungen um die Fortentwicklung einer für alle Generationen attraktiven Infrastruktur. Barrierefreiheit, leistungsfähiges Internet, gute Betreuungsangebote für Kinder sind unter anderem die Stichworte dafür. So hat Ludwigswinkel bereits eine „Rolli-Tour am Barfußpfad“ angelegt, Zugänge für Menschen mit Behinderung zu öffentlichen Einrichtungen, auch der protestantischen Kirche, geschaffen. Internet gibt’s derzeit fast überall im Ortsgebiet mit 50 Megabit pro Sekunde, der Ausbau mit Glasfaser bis zu den Verteilern und Vectoring-Technik bis in die Häuser schreite weiter voran. Und die Einweihung der neu gebauten Kindertagesstätte mit Hortangeboten stehe bevor, fügt Liesenfeld an. Ein besonderes Förderungsmoment liefert die ortsansässige Daniel-Theysohn-Stiftung, die unter anderem Schul- und Berufsausbildung sowie Studium junger Ludwigswinkler mit Beiträgen unterstützt.

Eine aktive und offene Dorfgemeinschaft trage mit dazu bei, das Dorf voranzubringen und seine Errungenschaften zu pflegen, betont der Ortschef. Diejenigen, die hier heimisch werden wollen, haben gute Chancen, das auch zu realisieren. Denn einerseits seien noch eine Reihe von Bauplätzen aus privater Hand verfügbar, andererseits gebe es auch immer wieder Angebote von Bestandsimmobilien. Besonders interessant: Ludwigswinkel hat eine Sanierungssatzung erstellt und ein entsprechendes Sanierungsgebiet ausgewiesen. Wer in diesem Bereich ein Haus erwirbt und saniert, kann von steuerlichen Erleichterungen profitieren.

 

Die Serie

Im Pfalz-Plan stellen wir wöchentlich in loser Reihenfolge Städte und Gemeinden in der Pfalz vor.

Zwei Fragen – Zwei Antworten

Sebald Liesenfeld (61), Industriemeister für Nachrichten- und Energietechnik, ist gebürtiger Ludwigswinkler und seit 2014 Ortsbürgermeister.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Es gibt hier sehr viele sehr schöne Plätze. Einer ist der Lindelskopf. Von dort aus sieht man den Ort umrahmt von Bergen, geborgen, ruhig liegt er da. So kann man sich auch als Einwohner fühlen.

Warum sollte man herziehen?

Weil die Umgebung herrlich ist, die Immobilienpreise günstig sind und die Infrastruktur den Bedürfnissen entsprechend weiterentwickelt wird.wip

Pfalz-Ticker