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Freitag, 09. November 2018 Drucken

Auto & Verkehr

Wie Autofahrer sicher durch den Herbst kommen

Autofahrer sollten sich an die Gefahren im Herbst anpassen und beispielsweise rechtzeitig Tempo rausnehmen. (dpa)

Nebel, Wildwechsel, erste vereiste Scheiben und Winterreifen: Wenn Autofahrer sicher durch den Herbst kommen wollen, sollten sie einige Tipps beachten. Darauf weist die Polizei Südhessen am Freitag hin. Auch der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) hat nützliche Hinweise parat.

Im Herbst müssen Autofahrer vor allem mit Nebel rechnen, der die Sicht erheblich einschränkt. Dann heißt es: runter vom Gas und Abstand halten, rät der ADAC. Dabei gilt die Faustformel: Geschwindigkeit = Mindestabstand. Wer also mit 70 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, muss 70 Meter Abstand halten. Außerdem gilt bei 50 Meter Sicht maximal Tempo 50. Eine Orientierungshilfe sind die Leitpfosten am Straßenrand, die meist im Abstand von jeweils 50 Metern aufgestellt sind.

Fernlicht verschlechtert Durchblick

"Eine funktionierende Beleuchtung und richtig eingestellte Scheinwerfer sind für die Sicherheit unabdingbar", erklärt die Polizei Südhessen. Bei Nebel sollte man sich aber demnach nicht an den Rücklichtern des Vordermannes orientieren, da dies das Risiko eines Auffahrunfalls erhöhe. Auch sollte man sich nicht auf die Lichtautomatik des Autos verlassen, da diese Nebel nicht immer erkennt - stattdessen sollte der Fahrer das Abblendlicht manuell bedienen. Fernlicht dagegen verschlechtert nur den Durchblick bei Nebel, heißt es beim ADAC.

Nebelschlussleuchte nur bei Sicht unter 50 Meter

Die Nebelschlussleuchte darf erst bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden. "Aber bitte nicht vergessen, die Heckleuchte bei besserer Sicht wieder auszuschalten, um den Hintermann nicht zu blenden", sagt die Polizei. Der ADAC fügt hinzu: Wer die Nebelschlussleuchte missbräuchlich verwendet, begeht sogar eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen.

Allgemein raten ADAC und die Polizei dazu, langsam und vorausschauend zu fahren, bremsbereit zu sein und vor allem auf Brücken Vorsicht walten zu lassen, da auf ihnen der Niederschlag schneller gefriert. Die Polizei erinnert daran, dass Überholmanöver auf zweispurigen Landstraßen bei Nebel tabu sind. "Denken Sie auch immer an die Radfahrer", rät die Polizei. "Die schwachen Rücklichter werden bei Nebel erst spät erkannt."

Risiko von Wildunfällen nimmt zu

Im Herbst geht aber nicht nur von Nebel Gefahr aus. Auch das Risiko von Wildunfällen steigt, erklärt die Polizei Südhessen. Denn die Dämmerung am Morgen und Abend fällt dann mit dem Berufsverkehr zusammen - genau dann sind aber etwa Rehe und Damwild besonders aktiv. 

In Wald- und Wiesengebieten sollten Autofahrer daher mit angepasster Geschwindigkeit fahren und bremsbereit sein - besonders, wenn ein "Wildwechsel"-Schild bereits vor einer erhöhten Gefahr warnt. "Weichen Sie bei plötzlichem Wildwechsel nicht aus", warnt die Polizei Südhessen. Die Chance, dabei die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, sei nämlich viel zu groß. Im Fall der Fälle sollten die Fahrer stark abbremsen und die Fahrspur halten. 

Scheibe komplett kratzen

Schon im Herbst können Autoscheiben beschlagen und vereisen. In beiden Fällen muss der Autofahrer für freie Sicht sorgen. Das bedeutet: Die gesamte Frontscheibe, die Heck- und Seitenscheiben sowie die Außenspiegel müssen vom Eis und Beschlag befreit werden. "Es ist unzulässig, nur ein kleines Sichtfenster freizumachen", stellt die Polizei klar. Wer doch nur mit einem Guckloch erwischt wird, muss laut ADAC mit einer Strafe von zehn Euro rechnen.

Winterreifen nicht erst bei Schnee

Was Winterreifen angeht, sollten Autofahrer nicht zu lange warten. "Die Formel von Oktober bis Ostern macht aus Sicht der Ordnungshüter durchaus Sinn." Denn schon bei niedrigen Temperaturen im Plusbereich haften Winterreifen besser auf der Straße. Auch der Bremsweg verkürzt sich. |loz

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