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Mittwoch, 22. August 2018 Drucken

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Autotest

Citroën Berlingo: Meister der Möglichkeiten

Citroën Berlingo

Vielseitiger Hochdach-Kombi: Der Citroën Berlingo ist zu Preisen ab 19.090 Euro zu haben. Foto: Citroën

Citroën Berlingo

Citroën hat dem vielseitigen Familienwagen außen ein neues Design verpasst: Der Bug ist höher und die Plastikplanken sind rustikaler. Foto: Citroën

Citroën Berlingo

Der Berlingo ist mit knapp 20 Assistenzsystemen ausgestattet. Darunter ist auch eine Bergabfahrhilfe und eine Traktionskontrolle. Foto: Citroën

Citroën Berlingo

Von 0 auf 100 km/h braucht der Berlingo 11,5 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h. Foto: Citroën

Citroën Berlingo

Der Kofferraum ist sehr geräumig und im Vergleich zum Vorgänger um 100 Liter gewachsen. Die Sitze in der zweiten Reihe lassen sich umklappen - dann gewinnt man noch mehr Staurau. Foto: Citroën

Citroën Berlingo

Den Berlingo gibt es mit fünf oder sieben Sitzen. Für Gewerbetreibende sind zahlreiche Ausstattungsvarianten verfügbar und die Langversion wird erstmals auch Privatpersonen angeboten. Foto: Citroën

Er ist Lademeister, Lastesel und Familienkutsche in einem: Kaum ein Auto ist so vielseitig wie der Citroën Berlingo. Kein Wunder, schließlich haben die Franzosen als Erfinder des Hochdach-Kombis mit diesem Genre auch die größte Erfahrung. Ein Fahrbericht.

Berlin (dpa-infocom) - Heute Kinderwagen, morgen Kleintransporter und am Wochenende der Minibus für die Fußballmannschaft - wer Nachwuchs und womöglich noch ein Eigenheim hat, braucht viele Fahrzeuge. Oder eines, das besonders vielseitig ist - zum Beispiel den Citroën Berlingo.

Weil in puncto Vielseitigkeit selbst die allermeisten SUV an ihre natürlichen Grenzen stoßen, hat sich als Dauerbrenner an der Familienfront der Hochdach-Kombi etabliert. Abgeleitet vom gewerblichen Kastenwagen, gibt er den Meister der Möglichkeiten und lässt sich allen Anforderungen des Alltags anpassen. Citroën hat mit dem Berlingo dieses Konzept erfunden. Er geht jetzt zu Preisen ab 19.090 Euro an den Start.

Mehr Auswahl als je zuvor

Dafür gibt es ein 4,40 Meter langes Großraum-Abteil auf Rädern, das mit fünf oder sieben Sitzen bestuhlt werden kann. Außerdem bietet Citroën den Berlingo neben zahlreichen Varianten für Gewerbetreibende zum ersten Mal auch für Privatiers in einer Langversion an und verkauft für 1650 Euro Aufschlag noch einmal 35 Zentimeter mehr Auto.

Und als wäre das noch nicht Auswahl genug: Das gleiche Modell gibt es mit dezent modifiziertem Design auch noch bei den Schwestermarken Peugeot als Partner-Nachfolger Rifter und bei Opel als Combo.

Vorne Pkw, hinten Raumwunder

Während der Berlingo vorne mehr denn je wie ein vergleichsweise normaler Pkw wirkt, erst recht mit dem frei stehenden Touchscreen für die Navigation, erlebt man ihn im Fond als ein Raumwunder: Kaum hat man die beiden Schiebetüren geöffnet, möchte man nach dem Echo rufen. Und wer hinter dem Auto steht, bekommt Shopping-Gelüste, soviel passt in den Kofferraum.

Immerhin ist dieser um 100 Liter gewachsen und fasst jetzt beim kurzen 775 und beim langen Modell sogar 1050 Liter. Nur bei den Versionen mit sieben Sitzen muss man sich beim Einkaufen stark einschränken, weil hinter der dritten Reihe nur ein schmaler Schlitz bleibt. Dafür kann man die Sitze in der zweiten Reihe verschieben.

Für Koffer, Kisten und allerlei Kleinigkeiten

Aber es sind eben nicht nur Koffer und Kisten, derer sich der Berlingo annimmt. Sondern er ist auch für all die vielen Kleinigkeiten einer großen Reise oder eines bewegten Familienalltags gewappnet. Im Heck merkt man das an der separat zu öffnenden Scheibe. Beim Blick nach oben wird es am praktischen und auch vom Heck zugänglichen Hochregal deutlich, das Citroën wie die Gepäckfächer im Flugzeug unter das Panoramadach gezimmert hat.

Und überall sonst finden sich weitere Ablagen. Insgesamt sind es mehr als zwei Dutzend mit knapp 200 Litern Fassungsvermögen. Genug, um darin die Osternester für die ganze Familie zu verstecken - und sie einen ganzen Sonntag lang zu suchen, so gut haben die Designer manche Ablagen verborgen.

Außen macht der Berlingo auf SUV

Während Citroën den Berlingo innen nur verfeinert hat, wurde das Auto außen völlig neu gestaltet: Der Bug ist höher, die Plastikplanken ist rustikaler und ringsum finden sich die typischen Airbumps, mit denen Citroën seine Autos vor Parkremplern schützt.

So reitet der Kombi auf der SUV-Welle und will diesem Anspruch auch technisch gerecht werden. Zwar gibt es keinen Allradantrieb. Doch unter den knapp 20 Assistenzsystemen, von der automatischen Abstandsregelung bis zum Head-Up-Display, sind auch eine Bergabfahrhilfe und eine Traktionskontrolle. Diese kann man für verschiedene Fahrbahnbeschaffenheiten gesondert einstellen.

Zum Start mit drei Motoren

Technisch eng verwandt mit dem C3 Aircross oder dem DS7 gibt es den Berlingo zunächst mit drei Motoren - ein Dreizylinder-Benziner mit 81 kW/110 PS und zwei Diesel, die aus 1,5 Litern Hubraum 75 kW/102 PS oder 96 kW/130 PS schöpfen. Vor allem mit dem stärkeren Selbstzünder kommt der Berlingo dem familienfreundlichen Alltagsauto ziemlich nahe.

Leise und kultiviert, komfortabel gefedert und mit der leichtgängigen Lenkung schön handlich macht der Kastenwagen seine Herkunft als Nutzfahrzeug vergessen. Und spätestens mit der in dieser Klasse einzigartigen Achtgang-Automatik wird er gar vollends zum großen Gleiter. Nur ganz so eilig sollte man es nicht haben. Von 0 auf 100 km/h braucht er 11,5 Sekunden und bei 185 Sachen ist Schluss. Dafür ist er zumindest auf dem Prüfstand mit 4,4 Litern zufrieden (CO2-Ausstoß 115 g/km).

Fazit: das Schweizer Messer unter den Autos.

Er bietet reichlich Raum für Kind und Kegel, ist ausgesprochen variabel und anpassungsfähig, ist technisch auf der Höhe der Zeit und sieht in der neuen Auflage auch noch deutlich besser aus. So wird der Berlingo zu einem Familienauto, mit dem man wie mit einem Schweizer Messer für alle Lebenslagen gerüstet ist.

Datenblatt: Citroën Berlingo M Blue HDI 130

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

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