Corona Schulen: Licht und Schatten in der Corona-Pandemie

Viele Lehrer stellen Lernrückstände bei ihren Schülern fest.
Viele Lehrer stellen Lernrückstände bei ihren Schülern fest.

Die gute Nachricht: Lehrer werden vertrauter mit digitalen Hilfsmitteln. Die schlechte: Bei Schülern gibt es schon große Lerndefizite.

Nach 300 Tagen Lernen und Lehren in der Corona-Pandemie läuft längst nicht alles rund an den Schulen. Aber es gibt auch gute Nachrichten. So konstatieren Lehrkräfte, sie hätten beim Einsatz digitaler Formate und Werkzeuge viel Neues gelernt, was auch den Präsenzunterricht bereichern könne.

Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 1000 Lehrkräften, die das Forsa-Institut im Dezember für das Deutsche Schulportal durchgeführt hat. Zusammen mit der Umfrage im April für das Deutsche Schulbarometer ergebe sich die erste umfangreiche Längsschnitterhebung zur Situation und Entwicklung der Schulen während der Corona-Pandemie, so das unter anderem von Deutscher Schulakademie, Robert Bosch und Heidehof Stiftung getragene Schulportal. Auch wenn sich die Lehrkräfte nach einem dreiviertel Jahr Unterricht in der Pandemie mit der Digitalisierung anzufreunden scheinen, mehren sich alarmierende Befunde: Knapp 40 Prozent der Lehrkräfte stellen offenbar Lernrückstände bei mehr als der Hälfte ihrer Schülerinnen und Schüler fest. Zudem hat sich der Erhebung zufolge die digitale Ausstattung an Schulen kaum verbessert. Einzig die Kommunikation über Lern- und Arbeitsplattformen sei ausgebaut worden. Dass es auch dabei immer noch holpert, zeigt der Zusammenbruch der Lernplattform „Moodle“ vor knapp zwei Wochen.

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