Politik Kommentar: Verqueres Ergebnis

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In der sich abzeichnenden Regierung in Rom dominieren die Europaskeptiker.

Dabei trauen die Italiener der EU mehr als dem eigenen Staat.

Das Positive vorweg: Italien scheint doch noch eine politische Regierung zu bekommen. Sollten sich die Fünf-Sterne-Bewegung und die rechte Lega tatsächlich zusammenraufen, würde das zumindest einer Regierung nach demokratischen Prinzipien entsprechen. Immerhin hatten 32,6 Prozent der Italiener den Cinque Stelle (Fünf Sterne) und 17 Prozent der Lega ihre Stimme gegeben. Die beiden Parteien hätten in beiden Parlamentskammern also eine regierungsfähige Mehrheit. Damit endet der Optimismus aber auch schon. Denn mit Lega und Cinque Stelle würde das hoch verschuldete Italien in Zukunft von Euroskeptikern und Populisten geleitet. Dabei hat die Mehrheit der Bürger in einer Umfrage geäußert, mehr Vertrauen in die Europäische Union zu setzen als in den eigenen Staat – egal, welche Partei sie gewählt hatten. Die Wahl vom 4. März war somit keine Wahl gegen Europa, es war eine Wahl gegen die eigene Politikerkaste und gegen die politische Kultur in Italien. Eine Wahl für die Neuen und gegen die Alten. Für Matteo Salvini (Lega) und Luigi Di Maio (Fünf Sterne) – und gegen Matteo Renzi (Sozialdemokraten) und Silvio Berlusconi (Forza Italia). Es ist schwer vorherzusagen, was Italien erwartet, sollte es tatsächlich zu einer Koalition von Lega und Fünf Sternen kommen. Denn eine Tradition haben die Jungstars von den ihnen scheinbar verhassten Altpolitikern übernommen: Was im Wahlkampf versprochen wurde, ist nach der Schließung der Wahllokale Schnee von gestern.

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