Politik Holocaust: Scharfe Kritik an Mahmud Abbas

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«Ramallah.» Die Äußerungen von Palästinenserpräsident und PLO-Chef Mahmud Abbas zur Judenverfolgung in Europa sorgen international für scharfe Kritik. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte gestern: „Wir treten gegen jegliche Relativierung des Holocausts ein.“ Der US-Nahostbeauftragte Jason Greenblatt meinte: „Auf dieser Grundlage kann kein Frieden geschaffen werden.“ In einer Ansprache vor dem Parlament der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), dem Nationalrat, hatte Abbas am Montag die in der arabischen Welt verbreitete Behauptung aufgegriffen, das jüdische Volk habe keine historischen Wurzeln in Palästina. Der Staat Israel sei durch eine Verschwörung jüdischer Organisationen und europäischer Regierungen entstanden. Die Pogrome gegen Juden im Lauf der Geschichte hätten auch nicht mit dem jüdischen Glauben zu tun gehabt, sondern mit ihrem „sozialen Verhalten“ als Geldverleiher. Abbas legte 1982 in Moskau eine Doktorarbeit vor, die solche Thesen vertrat. Im Jahr 2014 hingegen bezeichnete er erstmals die Judenvernichtung während des Holocaust als das „schlimmste Verbrechen der Neuzeit“. Kommentar

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