Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel FDP im Landtag ist alles andere als sicher

 Die FDP-Spitzen aus dem Bund, aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stimmen sich zu Dreikönig auf die Landtagswahlen im Mär
Die FDP-Spitzen aus dem Bund, aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stimmen sich zu Dreikönig auf die Landtagswahlen im März ein.

Nach dem verpassten Wiedereinzug in den Bundestag im vergangenen Jahr droht der FDP im März ähnliches in zwei wichtigen Landesparlamenten.

Zu Politik gehört stets ein gerüttelt Maß an Autosuggestion. Wenig verwunderlich also, dass die FDP-Spitzen bei ihrem traditionellen Jahresauftakt an Dreikönig in Stuttgart Erfolge bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beschwören. Die sind aber alles andere als sicher.

Da mag Parteichef Christian Dürr mantrahaft von Mut und Radikalität sprechen und sich die rheinland-pfälzische Landeschefin und Spitzenkandidatin Daniela Schmitt noch so sehr in Optimismus üben: Dem Bundestag gehört die FDP nicht mehr an, die Umfragewerte zu den Landtagswahlen sind wenig ermunternd. Der Wiedereinzug in Baden-Württemberg, dem Kernland der Liberalen, steht auf der Kippe. In Rheinland-Pfalz liegt die Partei konstant unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Viele Menschen wünschen sich das, wofür die FDP steht

Seltsam eigentlich, dass die FDP keinen Nektar aus der Unzufriedenheit der Bürger mit der schwarz-roten Bundesregierung saugen kann. Denn viele Menschen wünschen sich genau das, wofür die FDP steht: Kompetenz in Wirtschaftsfragen, mehr Liberalität, weniger Einmischung des Staates.

Vielleicht brauchen die Menschen noch Zeit, um der FDP nach Ampel-Aus und D-Day-Strategie wieder zu vertrauen. Vielleicht schafft es die Partei, durch für sie neue Themen wie Bildungsgerechtigkeit den Ruch von sozialer Kälte, der den Liberalen anhaftet, etwas abzumildern. Klar ist: Eine starke liberale Stimme tut der Republik gut.

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