Rheinland-Pfalz Worms führt 15-Kilometer-Regel ein

Worms (dpa/lrs) - Die Stadt Worms führt wegen der hohen Zahl von Corona-Infektionen eine 15-Kilometer-Regel ein. Die Kommune schränke damit den Bewegungsradius ihrer Bürger für touristische Zwecke ein, teilte Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) am Dienstag mit. Die Stadt habe ursprünglich darauf verzichten wollen, doch das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium bestehe auf der Regelung. Zudem gilt in Worms nun auch wieder eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Diese Bestimmung war am 20. Dezember ausgelaufen.

Die 15-Kilometer-Regel ziele ausschließlich auf die Vermeidung des Tagestourismus, betonte die Stadtverwaltung. Nun darf man sich für Ausflüge nicht weiter als 15 Kilometer vom Stadtgebiet wegbewegen. Ebenso dürften Tagestouristen nicht nach Worms kommen, sofern sie weiter als 15 Kilometer entfernt wohnen. „Wir bedauern es sehr, die Allgemeinverfügung nun doch noch restriktiver gestalten zu müssen“, sagte Kessel. Aufgrund der weiterhin steigenden Corona-Zahlen seien der Stadt jedoch die Hände gebunden.

Die Maßnahmen, zu denen auch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zählt, gelten vorerst bis 31. Januar. In Worms gab es am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 326,8 - so viele Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner gab es in den vergangenen sieben Tagen. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Wert für Rheinland-Pfalz (132,3).