Rheinland-Pfalz Spiegel: Hochwasserkatastrophe war absolut einzigartig

Hochwasser
Eine Markierung zeigt den Wasserstand an.

Mainz (dpa/lrs) - Das verheerende Hochwasser in Rheinland-Pfalz mit mindestens 128 Toten war nach den Worten von Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) «eine extreme Katastrophe weit jenseits eines hundertjährigen Hochwassers». «Die Katastrophe war absolut einzigartig», sagte Spiegel am Donnerstag in einer Sondersitzung von drei Landtagsausschüssen in Mainz.

Mainz (dpa/lrs) - Das verheerende Hochwasser in Rheinland-Pfalz mit mindestens 128 Toten war nach den Worten von Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) „eine extreme Katastrophe weit jenseits eines hundertjährigen Hochwassers“. „Die Katastrophe war absolut einzigartig“, sagte Spiegel am Donnerstag in einer Sondersitzung von drei Landtagsausschüssen in Mainz.

Stellenweise seien bis zu 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter auf einen von dem Regen der Vortage gesättigten Boden gefallen, sagte Spiegel. Bäche, die sonst 60 oder 80 Zentimeter hoch seien, hätten Pegel von sechs, sieben Metern und mehr erreicht. „Der Schutz vor solch verheerenden Wassermengen ist nicht möglich.“

Zum Wochenende werde erneut eine instabile Wetterlage mit lokalem Starkregen erwartet, sagte Spiegel. Bisher gebe es aber keinen Hinweis auf erneute großräumige Wetterwarnungen.

Zur Kritik der britischen Wissenschaftlerin Hannah Cloke, wonach es bei der Unwetterwarnung in Deutschland ein monumentales System-Versagen gab, sagte Spiegel, der Leiter der EFAS (European Flood Awareness System, auf Deutsch: Europäisches Hochwasseraufklärungssystem) habe sich von Clokes Aussagen deutlich distanziert. Cloke war am Aufbau des EFAS beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-477525/2

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