Rheinland-Pfalz SPD, FDP und Grüne gegen Diskriminierung bei Blutspenden

Die Regenbogenfahne der LGTBQ-Bewegung weht im Wind
Die Regenbogenfahne der LGTBQ-Bewegung weht im Wind.

Mainz (dpa/lrs) - Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die drei rheinland-pfälzischen Regierungsfraktionen die Diskriminierung von Homosexuellen beim Blutspenden beenden und den Kreis von Spendern erweitern. Sie forderten die Landesregierung am Montag in Mainz auf, sich auf Bundesebene für eine entsprechende Änderung des Transfusionsgesetzes und der Richtlinie der Bundesärztekammer einzusetzen. Über den Antrag soll an diesem Donnerstag der Landtag beraten.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Pia Schellhammer kritisierte, homosexuelle Männer würden in Deutschland immer noch pauschal von der Blutspende ausgeschlossen. Für die Beurteilung der Sicherheit solle das individuelle Verhalten ausschlaggebend sein und nicht die Zugehörigkeit eines möglichen Spenders zu einer Gruppe.

Ihr SPD-Kollege Martin Haller ergänzte: «Wir wollen, dass die medizinische Beurteilung und das tatsächliche Risikoverhalten maßgeblich sind.» Der FDP-Gesundheitsexperte Steven Wink bezeichnete es als nicht nachvollziehbar, dass Homosexuelle kein Blut spenden dürften. Auch andere Regelungen in diesem Bereich seien lebensfremd und passten nicht mehr in die Zeit.