Rheinland-Pfalz Saarland fördert private Reduzierung zugebauter Flächen

Reinhold Jost
Reinhold Jost (SPD), Umweltminister des Saarlands.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland sollen Bürger künftig Geld für die Reduzierung zugebauter Flächen bekommen. Das Land verspricht finanzielle Unterstützung, wenn die Menschen durch private Rückbaumaßnahmen verhindern, dass die Kanäle durch Regenwasser belastet werden - beispielsweise durch die Umwandlung von Pkw-Stellflächen. Laut Umweltminister Reinhold Jost (SPD) stellt das Land in den Jahren 2021 bis 2023 dafür neun Millionen Euro zur Verfügung. «Wir erhoffen uns einen neuen Schub der Entsiegelung unserer Flächen innerorts», sagte Jost am Dienstag in Saarbrücken. «Sinn und Zweck ist, das Wasser, das nicht in die Kanalisation braucht, gar nicht erst einzuleiten.»

Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland sollen Bürger künftig Geld für die Reduzierung zugebauter Flächen bekommen. Das Land verspricht finanzielle Unterstützung, wenn die Menschen durch private Rückbaumaßnahmen verhindern, dass die Kanäle durch Regenwasser belastet werden - beispielsweise durch die Umwandlung von Pkw-Stellflächen. Laut Umweltminister Reinhold Jost (SPD) stellt das Land in den Jahren 2021 bis 2023 dafür neun Millionen Euro zur Verfügung. „Wir erhoffen uns einen neuen Schub der Entsiegelung unserer Flächen innerorts“, sagte Jost am Dienstag in Saarbrücken. „Sinn und Zweck ist, das Wasser, das nicht in die Kanalisation braucht, gar nicht erst einzuleiten.“

Dafür sei eine Richtlinie des Förderprogramms „Aktion Wasserzeichen“ entsprechend überarbeitet worden. Bislang wurden Städte und Gemeinden bei ihren Bemühungen, Fremdwasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen, finanziell unterstützt. Künftig soll auch privates Engagement bezuschusst werden, laut Jost mit einem Fördersatz von mindestens 50 Prozent. Die Gemeinden können die Mittel an die Bürger entsprechend weiterleiten - etwa für Versickerungssysteme und wasserdurchlässige Oberflächenbeläge. Auch für den Rückbau von Schottergärten stellte der Minister Unterstützung in Aussicht.

Mit der sogenannten Fremdwasserentflechtung will er mehrere Probleme gleichzeitig lösen: Einerseits sollen kommunale Kläranlagen entlastet und ihre Wirksamkeit erhöht werden, andererseits wolle man die natürliche Wasserbilanz und die ökologische Situation in den Städten verbessern.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-465317/2

x