Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz und Rotes Kreuz suchen freiwillige Helfer in der Corona-Krise

In Zeiten der Krise haben nicht nur die Retter an der Front viel zu tun. Sie brauchen auch die Unterstützung freiwilliger Helfer
In Zeiten der Krise haben nicht nur die Retter an der Front viel zu tun. Sie brauchen auch die Unterstützung freiwilliger Helfer.

In der Corona-Krise werden vielerorts freiwillige Helfer gesucht. Die Landesregierung und der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wollen Angebot und Nachfrage über das Internet zusammenbringen.

Der Grundgedanke: Viele Hilfsorganisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel die Gesundheitsämter, arbeiten derzeit rund um die Uhr, um die Folgen der Krise zu mindern. Dabei brauchen sie vielfach Unterstützung. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die Zeit und Lust haben, mit anzupacken: Ehrenamtliche, deren normale Ehrenamtsarbeit ruht, Studierende, deren Uni geschlossen ist, Abiturienten, die ihre Prüfung bestanden haben, jetzt aber eine geplante Reise nicht machen können.

Eine Internet-Plattform mit dem Namen „teamRLP“ soll den wachsenden Bedarf an Unterstützung mit den angehenden Helfern zusammenbringen, erläuterten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und DRK-Landesvorstandsvorsitzende Anke Marzi am Mittwoch in Mainz. Demnach reicht die benötigte Unterstützung von einfachen Büroarbeiten über Fahr-, Boten- und Einkaufsdienste bis hin zu Tätigkeiten im Bereich Pflege.

Vier bis zehn Stunden Arbeit pro Woche

Die angehenden Helfer müssen nur wenige Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehört vor allem die Bereitschaft, vier bis zehn Stunden pro Woche ohne Bezahlung anzupacken. Die Helfer werden während ihrer Arbeit versichert sein. Kontakt mit erkrankten Personen werden die Freiwilligen nicht haben, versprechen Rotes Kreuz und Landesregierung.

Auf der Internet-Plattform können Hilfsorganisationen und andere Einrichtungen ihre Arbeitsangebote veröffentlichen. Interessenten können per Telefon-Hotline oder per Mail ihre Hilfe anbieten. Die Kosten für den Betrieb der Helfer-Börse, die auf 133.000 Euro bis zum Jahresende geschätzt werden, teilen sich Land und Rotes Kreuz. Unterstützt wird die Initiative von mehreren Hilfsorganisationen neben dem DRK sowie von zahlreichen Medien im Land. Dazu gehört auch die RHEINPFALZ.

Im Internet

Die Helfer-Plattform ist unter der Adresse www.team-rlp.de zu finden.