Rheinland-Pfalz Nach Amokfahrt von Trier: Gedenkorte werden aufgelöst

Amokfahrt von Trier
Kerzen brennen am Abend rund um den Petrusbrunnen in der Fussgängerzone.

Trier (dpa) - Eineinhalb Monate nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten werden die Gedenk- und Trauerorte in der Trierer Fußgängerzone aufgelöst. Dies geschehe auf Wunsch von einigen Angehörigen der Opfer und «nach ausdrücklicher Zustimmung» der Hinterbliebenen-Familien, teilte die Stadt Trier am Donnerstag mit. Zahlreiche Kerzen, Stofftiere und andere Gedenkgegenstände hatten Bürger an jenen Orten abgelegt, an denen Menschen starben. Die Kerzen-Inseln sollen ab dem Wochenende nicht mehr zu sehen sein.

Trier (dpa) - Eineinhalb Monate nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten werden die Gedenk- und Trauerorte in der Trierer Fußgängerzone aufgelöst. Dies geschehe auf Wunsch von einigen Angehörigen der Opfer und „nach ausdrücklicher Zustimmung“ der Hinterbliebenen-Familien, teilte die Stadt Trier am Donnerstag mit. Zahlreiche Kerzen, Stofftiere und andere Gedenkgegenstände hatten Bürger an jenen Orten abgelegt, an denen Menschen starben. Die Kerzen-Inseln sollen ab dem Wochenende nicht mehr zu sehen sein.

Am 1. Dezember war ein Amokfahrer mit seinem Sportgeländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angesteuert. Der 51 Jahre alte mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft und hat noch keine Angaben zum Motiv gemacht. Bei der Tat waren 24 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen werden weiter mit lebensgefährlichen Verletzungen in Kliniken behandelt, wie ein Stadtsprecher sagte.

Die Familien der Hinterbliebenen würden die Gedenkgegenstände bekommen, die ihnen wichtig seien, teilte die Stadt weiter mit. Die anderen Dinge würden von der Stadt archiviert. Die vielen Kerzen sollten an der Trierer Porta Nigra konzentriert werden, wo es auch künftig eine dauerhafte zentrale Stelle des Gedenkens geben solle.

Wie diese aussehen werde, sei noch unklar. Auch wann es eine offizielle Gedenkfeier geben solle, sei noch offen. „Das geschieht in enger Abstimmung mit den Hinterbliebenen. Deren Perspektive ist es, die uns bei allen weiteren Schritten leitet“, sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD).