Rheinland-Pfalz Ideenwerkstätten sollen CDU-Mitglieder stärker einbinden

Nach ihrem enttäuschenden Abschneiden bei der Landtags- und der Bundestagswahl im vergangenen Jahr will die rheinland-pfälzische CDU die Basis stärker in die Parteiarbeit einbeziehen. In 14 sogenannten Ideenwerkstätten sollen sie an der programmatischen Entwicklung der CDU mitwirken und helfen, der Partei ein neues Profil zu geben, wie der Landes- und Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf am Dienstag erklärte. Das Motto laute: «Es ist eure CDU! Macht mit!» Der Prozess solle von unten nach oben funktionieren und nicht umgekehrt.

Mainz (dpa/lrs) - Die Themenfelder reichen von Heimat, Finanzen, Wirtschaft, Sicherheit bis hin zu Frauen, Nachwuchsförderung und Mitgliedereinbindung. Gerade beim Thema Frauen gebe es für die CDU noch einiges zu tun, räumte Baldauf ein. Derzeit liegt der Frauenanteil in der Mitgliedschaft bei rund 25 Prozent. Die Ideenwerkstatt wird von der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth geleitet. Wie sich die einzelnen Gruppen jeweils organisieren, soll ihnen selbst überlassen bleiben. Geführt werden sie von je einem Mitglied des Landesvorstands. Die meisten Treffen werden voraussichtlich online stattfinden.

Die CDU hat mit der Profilbildung die Kommunalwahlen 2024 und auch die Wahlen danach im Blick. „Wo sind die Megathemen? Womit gehen wir nach draußen?“, sagte Baldauf. Die Ideenwerkstätten sollen bei der Klärung dieser Fragen helfen. In einer Mitgliederumfrage im vergangenen Herbst hatten laut CDU gut 50 Prozent der Befragten angegeben, sich gern stärker in die inhaltliche Arbeit der Partei einbringen zu wollen.

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