Rheinland-Pfalz Hymnen-Suche in Kaiserslautern hat gleich drei Sieger

Blick auf die Stadt Kaiserslautern
Blick auf die Stadt Kaiserslautern.

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Die Suche der Stadt Kaiserslautern nach einer Hymne für die pfälzische Kommune hat gleich drei Gewinner. Die eingereichten Beiträge seien zu unterschiedlich für die ursprünglich geplante Bewertung von Platz eins bis drei, sagte Bürgermeisterin Beate Kimmel. «Deshalb hat die Jury entschieden, drei erste Plätze in den Sparten Pop/Mundart/Ballade zu vergeben.» Die Gewinner sollen bald zu Aufnahmen ins Studio. «Zum Neujahrsempfang der Stadt werden die Siegertitel der Öffentlichkeit vorgestellt», kündigte Kimmel an.

Insgesamt waren 31 Beiträge bis Ende August beim Wettbewerb «Lied für Lautern» eingegangen. 24 davon erfüllten die Bedingungen. «In großer Natürlichkeit» sei darin von der Liebe zur Stadt gesprochen und gesungen worden. «Es waren tief emotionale Momente dabei - von herzlichem Lachen bis echter Gänsehaut», sagte die SPD-Politikerin.

Neben dem Pfälzerwald, der Kultur, dem Wissenschaftsstandort und dem 1.FC Kaiserslautern sei vor allem die Offenheit und Toleranz in Kaiserslautern besungen worden. «Das hat mich wirklich ergriffen und bringt die Atmosphäre in unserer Stadt in meinen Augen wundervoll auf den Punkt.» Die Kommune mit rund 100 000 Einwohnern wolle wegen der großen Resonanz zusätzlich einen Publikumspreis ausschreiben.

Auch über andere Kommunen in Rheinland-Pfalz gibt es typische Lieder. In Mainz gilt zum Beispiel «Im Schatten des Doms» als eine Art Erkennungsmelodie. In Koblenz ist etwa das «Schängellied» populär. Der Mainzer Musikwissenschaftler Frank Wittmer sagte, eine Stadthymne müsse eingängig sein. «Das heißt nicht unbedingt simpel, aber auf jeden Fall wiedererkennbar - und man muss mitsingen können.»