Rheinland-Pfalz Experten um Identifizierung von Leichen bemüht

Blaulicht
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht am Straßenrand.

Koblenz (dpa/lrs) - Fachleute der Polizei arbeiten weiter mit Hochdruck an der Identifizierung von Menschen, die bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind. Zahlreiche Beamte der Landespolizei seien für diese Aufgabe abgestellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag in Koblenz. Unterstützt werden sie bei dieser Aufgabe von Spezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA). Konkrete Zahlen, bei wie vielen der bisher 128 tot geborgenen Menschen die Identität derzeit unklar ist, waren zunächst nicht zu erhalten.

Bei der Identifizierung von Toten orientieren sich die Ermittler unter anderem an Personen, die als vermisst gemeldet wurden. Es gehe beispielsweise darum, Fotos von Vermissten zu beschaffen und Zeugen zu befragen, welche Kleidung eine vermisste Person zuletzt getragen habe oder wo sie zum letzten Mal gesehen worden sei, erläuterte der Sprecher.

Darüber hinaus stehen den Ermittlern nach seinen Angaben auch kriminaltechnische Möglichkeiten zur Identifizierung von Leichen zur Verfügung. So könnten beispielsweise die Aufzeichnungen von Zahnärzten über den Gebissstatus von Patienten helfen oder auch eine DNA-Analyse. Beide Verfahren seien aber vergleichsweise aufwendig und erforderten entsprechend Zeit. All diese Hinweise müssten schließlich zusammengetragen und ausgewertet werden, erklärte der Sprecher weiter. Einfacher sei das Verfahren etwa bei Menschen, die tot in einer Wohnung aufgefunden worden seien.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-477733/2

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