Rheinland-Pfalz Erstimpfungen gehen in Rheinland-Pfalz nur langsam voran

Coronavirus-Erstimpfung
In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.

Rheinland-Pfalz rangierte bei den Corona-Schutzimpfungen lange in der Spitzengruppe der Bundesländer. Jetzt liegt es bei den Erstimpfungen unter dem Bundesdurchschnitt. Viele Menschen warten auf einen Termin.

Mainz (dpa/lrs) - Rheinland-Pfalz rangiert bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus inzwischen unter dem Bundesdurchschnitt - liegt bei den Zweitimpfungen aber darüber. 27,7 Prozent der Menschen haben nach der Erhebung des Robert Koch-Instituts bisher ihren ersten Piks bekommen (Stand: 2. Mai). Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. Sechs Bundesländer liegen noch darunter. Als Grund nannte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Stefanie Schneider, am Montag in Mainz, Impfstoffmangel und die Zweitimpfungen.

Rheinland-Pfalz hatte lange bei den Erstimpfungen ganz vorn gelegen. Ihren zweiten Piks haben inzwischen 8,6 Prozent der Rheinland-Pfälzer bekommen - 0,6 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. Sechs Bundesländer haben einen noch höheren Anteil vollständig Geimpfter.

Rund 110 000 Dosen für Erst- und Zweitimpfungen bekommt das Land nach Darstellung des Gesundheitsministeriums jede Woche für seine 32 Impfzentren. In der Landeshauptstadt Mainz seien im Impfzentrum in der vergangenen Woche 5867 Menschen dran gewesen, sagte Stadtsprecher Marc André Glöckner. Kapazitäten habe das Zentrum für 7000 Menschen pro Woche, aber nicht genug Impfstoff.

Von den bisher landesweit insgesamt fast 1,49 Millionen Spritzen haben die niedergelassenen Ärzte weniger als eine viertel Million gesetzt. Auch sie hätten gerne mehr Impfstoff.

Noch immer warten eine Reihe von Menschen aus der Prioritätsgruppe 2, die im Impfpool des Landes registriert sind, auf ihre Termine. Obwohl die Prio-Grupe 3 für Menschen zwischen 60 und 69 Jahren schon Anfang April zur Registrierung geöffnet wurde und inzwischen für alle aus der Gruppe offen ist - mehr als eine Million Menschen. Rund 60 000 Nachmeldungen nannte Schneider als einen Grund für die vergleichsweise lange Wartezeit.

Bis Ende Mai sollen alle 70 bis 79 Jahre alten Menschen aus Gruppe 2 ihren ersten Piks bekommen haben. Die Menschen aus Gruppe 2, die eine Vorerkrankung haben oder als Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen registriert sind, sollen ebenfalls größtenteils im Mai geimpft werden, zumindest aber bis Ende Mai einen Termin bekommen. Das Gros der Menschen aus Gruppe 3 müsse noch länger warten.

© dpa-infocom, dpa:210503-99-451848/2

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