WandertippWanderung mit Mandelblüten-Abstecher: Villa Ludwigshöhe, Hilschweiher und Friedensdenkmal
Die Mandelmeile bei Edenkoben ist im März einen Besuch wert – warum dann nicht mit einer Wandertour verbinden?
Auf knapp acht Kilometern geht es von der Villa Ludwigshöhe zum Hilschweiher und dem Friedensdenkmal. Zurzeit lohnt ein Abstecher über die Edenkobener Mandelmeile.
Eine „Villa italienischer Art in des Reiches mildesten Teil“ ließ sich König Ludwig I. von Bayern über Weinbergen und Kastanienwäldern errichten. Das klassizistische Gebäude mit der doppelstöckigen Loggia war nur für die schöne Jahreszeit bestimmt. Doch als Ludwig zum ersten Mal mit seiner Gemahlin Therese die Sommerfrische hier verbrachte, hatte er als König bereits abdanken müssen. So kam er lediglich als Hausherr alle zwei Jahre hierher, um im August seinen Geburtstag zu feiern.
Von der Grundsteinlegung der Villa Ludwigshöhe 1846 bis zur Fertigstellung 1852 vergingen sechs Jahre. Genauso lange dauerte die umfangreiche Sanierung, die 2019 begann und 2025 endete und rund 18 Millionen Euro verschlang. Nun erstrahlt das beliebte Ausflugsziel am Haardtrand wieder in neuem Glanz und kann von März bis Oktober besichtigt werden.
An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive
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Von der Villa Ludwigshöhe zum Hilschweiher
Die Villa Ludwigshöhe ist ab März bis Oktober für Besucher geöffnet.
Der Ausgangspunkt dieser Wanderung liegt auf dem Parkplatz unterhalb der Villa. Wobei zu Zeiten der Mandelblüte ein alternativer Einstieg geprüft werden sollte. Von dort führt der Weg gemäß dem Wegweiser „Sesselbahn“ in einer sanften Linkskurve hinauf zum Schloss. Auf der Rückseite des majestätischen Gebäudes weisen wenige Schritte zu einem Schilderbaum, der das Ziel angibt: Friedensdenkmal (4,9 km).
Ab hier folgt die Route der rot-weißen Welle des Pfälzer Weinsteigs. Zunächst geht es an der Talstation der Rietburgbahn vorbei, anschließend an einer Wegkreuzung rechts auf einem Pfad stetig bergab. Unten hält man sich links, passiert das Waldgasthaus „Siegfriedschmiede“ und ignoriert den Wegweiser am linken Wegesrand. An dieser Stelle wird der Weinsteig verlassen: Der Weg führt geradeaus an mehreren Gebäuden vorbei zum Hilschweiher.
Der Hilschweiher ist aus den aufgestauten Hilschwasserfällen und dem Triefenbach entstanden.
Auf dem Weinsteig zum Friedensdenkmal
Der kleine See im Edenkobener Tal entstand aus den aufgestauten Hilschwasserfällen und dem Triefenbach und bietet in der kalten Jahreszeit eine ruhige Naturidylle. In den Sommermonaten herrscht hingegen reger Betrieb: Bootsverleih, naturnahe Spielmöglichkeiten an den Wasserläufen sowie ein Waldkiosk mit Biergarten ziehen zahlreiche Ausflügler an.
Ab dem Hilschweiher verläuft die Strecke wieder auf dem Weinsteig. Als schmaler Pfad schlängelt er sich bergauf und überquert auf Holzbrücken den plätschernden Triefenbach. Nach der sechsten Brücke biegt der Weg rechts ab und führt über eine steile Treppe hinauf zur Kreisstraße. Nach deren Überquerung geht es rechts weiter – zunächst auf einem Pfad, später auf einem breiten Wanderweg stets geradeaus. Sobald am linken Wegesrand ein großer Parkplatz erscheint, führt der Weg rechts hinauf zur Waldgaststätte Friedensdenkmal.
Das Friedensdenkmal.
Mandelmeile mit rosa Mandelbäume
Das Gasthaus auf dem Werderberg hoch über Edenkoben verfügt über einen großen Biergarten unter Kastanienbäumen. Darunter befindet sich das 1899 errichtete Sieges- und Friedensdenkmal, das an den Krieg der verbündeten deutschen Staaten gegen Frankreich 1870/71 erinnert. Nach der deutsch-französischen Aussöhnung symbolisiert der nackte Jüngling auf dem Pferd mit dem Olivenzweig jedoch nicht den Triumph, sondern den Frieden. In einer offenen Halle unterhalb einer Aussichtsplattform wird zudem an die Gründung des Deutschen Reichs durch Otto von Bismarck erinnert.
Die Mandelblüte in Nahaufnahme.
Mit Blick vom Denkmal führt der linke, breite Weg zurück zur Straße, der nach rechts bis zu einer Schutzhütte gefolgt wird. Ab hier verläuft die Route auf dem Wanderweg Deutsche Weinstraße (Markierung: grüne Weintraube). Der Weg führt zunächst steil hinab und auf der gegenüberliegenden Talseite wieder hinauf. Unten werden an den Tennisplätzen die Villastraße überquert, hinter dem Gedenkstein „Luitpoldsruhe“ erfolgt ein Abzweig nach links zurück zum Parkplatz. Auf diesem letzten Streckenabschnitt bei der Villastraße stehen die rosa blühenden Mandelbäume zuhauf. Am Wochenende, 21. und 22. März, ist die Straße gesperrt und die Mandelmeile wird ein letztes Mal mit Ausschankständen gefeiert.
Wo gibt es neue Wanderwege? Siedelt sich wirklich ein Wolfsrudel im Pfälzerwald an? Welche Hütten haben zur Zeit offen? Jeden Donnerstag schreiben RHEINPFALZ-Autorinnen und -Autoren aus der gesamten Pfalz über Themen rund um den Pfälzerwald. Jedes Mal mit Ausflugstipp!
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