Wandertipp RHEINPFALZ Plus Artikel Vom Goldbrunnen zur Wolfsschluchthütte: Eine Wanderung im Zeichen des Wassers

Hundefreundlich und abwechslungsreich.
Hundefreundlich und abwechslungsreich.

Über zwölf Kilometer entlang an Bächen, Brunnen, durch den Wald und vorbei an zwei Hütten erstreckt sich diese schöne Wanderung, die in Esthal ihren Start- und Endpunkt hat.

Im beschaulichen Esthal beginnt diese moderat schwierige, hundegerechte Wanderung, deren erste Etappe am Brunnenwanderweg entlang führt und die anschließend an gleich zwei Hütten die Möglichkeit zur Einkehr bietet. Mit 350 zu überwindenden Höhenmetern und einem maximalen Anstieg von 14 Prozent ist sie auch für Gelegenheitswandernde gut machbar.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

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Wir starten am Gemeindeplatz in Esthal und gehen die Hauptstraße nach Süden hinunter. Zu dieser Jahreszeit Ende März ist der Dorfbrunnen mit Osterhasen und Frühblühern schön dekoriert. Schließlich biegen wir nach rechts in die Brunnenstraße ein und folgen dieser aus dem Dorf hinaus in den Wald.

Österlich geschmückt trotz trübem Wetter: Der Gemeindeplatz Esthal.
Österlich geschmückt trotz trübem Wetter: Der Gemeindeplatz Esthal.

An Bächen, Brunnen und Quellen entlang

Dass wir uns für den ersten Teil dieser Strecke auf dem „Brunnenweg“ befinden, offenbart sich schon nach etwa hundert Metern: Der Schelmenteichbrunnen mit seinen fünf Sandsteintrögen liegt plätschernd am linken Wegesrand. Er diente wohl früher als Wasch- und Trinkwasserbrunnen, jedoch macht ein Schild darauf aufmerksam, dass man das Wasser aus dem Schelmenteichbrunnen heute nicht mehr trinken sollte.

Der Schelmenteichbrunnen war früher ein Ort zum Wäschewaschen und Trinkwasser schöpfen.
Der Schelmenteichbrunnen war früher ein Ort zum Wäschewaschen und Trinkwasser schöpfen.

Weiter bergab geht es nun einen schmalen Pfad entlang, immer mit dem sanften Rauschen des Breitenbachs im Ohr. Es dauert nicht lange, bevor der nächste Höhepunkt zutage tritt. Aus dem Waldboden blubbert der Goldbrunnen, eines der Naturdenkmäler des Pfälzerwaldes. Es handelt sich dabei um eine artesische Quelle, was bedeutet, dass das Wasser von unten durch den Sand gedrückt wird. Das ist faszinierend anzusehen, da die Oberfläche ganz still ist, man aber die kleinen, aus dem Boden kommenden Sprudel erkennen kann.

Aus dem Goldbrunnen, der eigentlich eine Quelle ist, sprudelt klares Grundwasser hervor.
Aus dem Goldbrunnen, der eigentlich eine Quelle ist, sprudelt klares Grundwasser hervor.

Anstiege und Felsformationen

Nachdem es anfangs nur bergab ging, folgt nun der erste steilere Anstieg, der einen ganz schön ins Schwitzen bringen kann. An einer Weggabelung direkt hinter dem Goldbrunnen, die von einer schönen Felsformation markiert wird, geht es schnurstracks den Berg hinauf. Nach etwa einem Kilometer Waldweg, der teilweise von einem Rinnsal übernommen wurde, treffen wir auf den vorerst letzten Brunnen. Woher der Cognac-Brunnen seinen Namen hat, ist nicht sicher – zumindest sprudelt aus dem Stein lediglich Wasser heraus. Es wird aber gemutmaßt, dass Waldarbeiter dort früher ihre Cognac-Flaschen gekühlt haben sollen.

Spendet (leider) nur Wasser: Der Cognac-Brunnen.
Spendet (leider) nur Wasser: Der Cognac-Brunnen.

Nach einem weiteren Anstieg auf einem breiten Forstweg ist der nächste Wegpunkt nur einen kleinen Umweg entfernt: Der Ritterstein Nr. 118 „Dicke Eiche“. Mehr als 300 der Pfälzerwaldverein-Wegmarkierungen befinden sich im Pfälzerwald und machen auf Naturspektakel oder historisch relevante Orte aufmerksam. Damit ist der erste anstrengende Anstieg von ingesamt drei auf dieser Wanderung genommen. Auf dem Abstieg kommen wir an einem kleinen, überwachsenen Teich, einem dank der noch kahlen Bäume schönen Ausblick und einigen spannenden Steinformationen am Wegesrand vorbei.

Das Naturfreundehaus Elmstein.
Das Naturfreundehaus Elmstein.

Naturfreundehaus Elmstein und Schwabenbach

Als Belohnung für den teilweise etwas abenteuerlichen Pfad ins Tal wartet das Naturfreundehaus Elmstein auf uns, wo man freitags, am Wochenende und an Feiertagen empfangen wird. Die Speisekarte bietet sowohl für vegan und vegetarisch lebende Wandernde, als auch für Fleischessende eine große Auswahl und draußen wie drinnen gibt es genügend Sitzgelegenheiten, um den müden Beinen eine dringend notwendige Pause zu gönnen.

Diese Forsythie ist ein willkommener Klecks Farbe an diesem grauen Tag.
Diese Forsythie ist ein willkommener Klecks Farbe an diesem grauen Tag.

Nach der Erfrischung laufen wir dann ein kurzes Stück an der Elsthaler Straße entlang, bevor wir links in den Tannenweg

einbiegen, der uns wieder in den Wald hineinführt. Am Straßenrand lässt sich noch eine wunderschöne, in voller Pracht stehende Forsythie bewundern, die an diesem grauen, verregneten Tag einen schönen Farbklecks in die Natur wirft. Nur ein kurzes Stück müssen wir den breiten Waldweg bergauf laufen, da haben wir schon Schwabenbach erreicht. Der von hohen Bäumen umgebene Rastplatz „Paul-Selbach-Ruh“ ist ein sehr schöner Ort für eine Pause. Er ist nach dem Vorsitzenden der Ortsgruppe Naturfreunde Elmstein benannt.


Hier finden Sie unsere große Hütten-Übersicht mit allen bewirtschafteten Hütten des Pfälzerwalds.
Wir haben für Sie mehr als 100 Wanderungen im Pfälzerwald getestet: hier in unserer Übersicht.

Letzte Etappe: Wolfsschluchthütte und der finale Anstieg

Von Schwabenbach aus laufen wir nun einen schmalen Pfad entlang, erst an der Straße und dann durch den Wald, sanft bergab. Hier begegnen wir auch dem Breitenbach wieder, der uns auf der ersten Etappe des Brunnenwegs begleitet hat. Ihm folgen wir, bis sich rechts eine Lichtung auftut und die Wolfsschluchthütte des PWV Esthal zum Vorschein kommt.

Lädt zum Verweilen ein: Der Rastplatz Paul-Selbach-Ruh.
Lädt zum Verweilen ein: Der Rastplatz Paul-Selbach-Ruh.

Diese bietet am Mittwoch, am Wochenende und an Feiertagen leckere, herzhafte Kost für Vegetarier und Fleischesserinnen und dazu drinnen eine urig-gemütliche Atmosphäre. Im Sommer können bis zu 100 Leute draußen sitzen und Kinder finden auf dem Spielplatz und im Breitenbach viel zu erleben.

Bis zu unserem Ausgangspunkt nach Esthal ist es nicht mehr weit, doch die letzte Etappe hat es in sich: Erst schlängeln wir uns einen schmalen, steilen Pfad nach oben. Wieder einmal beneide ich meine Hündin um ihre vier Pfoten. Dann treffen wir wieder auf die Brunnenstraße, die uns anfangs in den Wald geführt hat, lassen den Schelmenteichbrunnen rechts neben uns liegen und stellen uns der beachtlichen Steigung, die uns zurück nach Esthal und zum Auto bringt.

Die Wolfsschluchthütte ist bei jedem Wetter ein willkommener Ort zum Einkehren.
Die Wolfsschluchthütte ist bei jedem Wetter ein willkommener Ort zum Einkehren.
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