Pfälzerwald RHEINPFALZ Plus Artikel Unsere Pfälzerwald-Geheimtipps: 8 Ausflugsziele abseits der Hotspots

Der Ausblick vom Kühhungerfelsen ist einen Abstecher wert - besonders, wenn man das versteckte Felsplateau entdeckt.
Der Ausblick vom Kühhungerfelsen ist einen Abstecher wert - besonders, wenn man das versteckte Felsplateau entdeckt.

Von vergessenen Ruinen bis geheimnisvoller Stollen: Diese acht Orte lohnen einen Besuch bei der nächsten Wanderung, abseits von den bekannteren Zielen im Pfälzerwald.

Der Pfälzerwald bietet flächendeckend viele Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Die meisten davon sind bekannt und bei Touristen und Ausflüglern beliebt – völlig zurecht. Es gibt aber auch noch einige weniger bekannte Orte, die dennoch einen Ausflug wert sind und mit einer Wanderung kombiniert werden können. Unsere RHEINPFALZ-Autoren haben ihre liebsten Geheimtipps im Pfälzerwald verraten und hier zusammengetragen. Viel Spaß beim Entdecken.

Tipp 1: Frankenburg im Modenbachtal

Es gibt viele Burgen im Pfälzerwald, die meisten sind bekannt und ziehen dementsprechend viele Burgen- und Wanderfans an. Doch es gibt sie noch: die Ruinen, die nicht direkt am Wegesrand liegen, schon fast als vergessen zählen, aber dennoch einen Besuch wert sind. Dazu zählt auch die Frankenburg über dem Modenbachtal. Viel ist von ihr zwar nicht mehr zu erkennen, aber genug für einige Entdeckungen mit Kraxelspaß. Zum Wandertipp: Lost Place der Ritterzeit – Expedition Frankenburg

Die Frankenburg ist nicht mehr so gut erhalten, wie manch andere Ruinen in der Pfalz. Doch es lässt sich trotzdem viel entdecken
Die Frankenburg ist nicht mehr so gut erhalten, wie manch andere Ruinen in der Pfalz. Doch es lässt sich trotzdem viel entdecken.

Tipp 2: Spezielle Felsen im Hundsbächeltal

Die beiden Felsen im Hundsbächeltal gehören zu den weniger bekannten Felsen in der Pfalz, was bei den vielen berühmten Alternativen, wie zum Beispiel dem Teufelstisch, nicht verwunderlich ist. Doch der Abstecher in das Tal in der Nähe vom Clausensee lohnt sich. Der Gelbe Fels liegt direkt an der Alten Hundsstraße und ist vom Weg gut zu sehen. Er schimmert nämlich schon von weitem grün-gelblich, was an einem großflächigen Flechtenbewuchs liegt.

Ganz in seiner Nähe, etwa 13 Gehminuten entfernt, steht der Kasimirfels, der seinen Namen einem ehemaligen Kurfürsten zu verdanken hat. Er liegt etwas abseits, weshalb es sich empfiehlt, eine Karte oder Wanderapp zur Hilfe zu nehmen. Offiziell folgt man dem Brunnenwanderweg Heltersberg. Circa 530 Meter hinter dem Gelben Fels biegt ein schmaler Pfad scharf links ab und kann leicht übersehen werden. Die Suche nach dem Weg wird mit einem beeindruckenden Felsmassiv belohnt. Auch dort sorgen Flechten für ein besonderes hellgelbes Farbschauspiel.

Karte mit allen 8 Geheimtipps:

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Google Maps.

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Tipp 3: Verlassenes Kindererholungsheim bei Elmstein

Eine alte Mauer mit runden Fensterbögen, eine verrostete Kinderschaukel. Die Ruine eines Kindererholungsheims in der Südpfalz vermittelt „Lost Place“-Atmosphäre, ist aber über den Pfälzer Hüttensteig gut zu erreichen. Vom Wanderweg aus sieht man nur ein Rondell aus Bänken um eine alte Linde herum. Ein paar Schritte führen dann hinab zum ehemaligen Kindererholungsheim Schafhof. Es gibt viel zu entdecken von dem einst herrschaftlichen Anwesen. Mehr zum Schafhof lesen Sie hier.

Das Heim wurde 1914 erbaut und 1972 aufgegeben.
Das Heim wurde 1914 erbaut und 1972 aufgegeben.

Tipp 4: Erika-Stollen bei Wilgartswiesen

Über die Wilgartswiesener Burgentour kommt man an dem ehemaligen Erika-Stollen vorbei. Der Eingang unterhalb eines Felsplateaus ist fast komplett zugemauert. Nur eine kleine Öffnung lässt einen Blick ins Innere zu. Viel findet man zu diesem alten Stollen nicht. Doch nach RHEINPFALZ-Recherchen stammt dieser aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in welchem die Wehrmacht gleich fünf Stollen in die verschiedenen Felsen rund um Wilgartswiesen gehauen haben soll. Die Leute aus dem Dorf suchten in diesen Stollen während des Krieges Schutz.

Ihre Tipps

Kennen Sie noch weitere versteckte oder gar vergessene Orte im Pfälzerwald? Oder Ausflugstipps fernab der Hotspots? Dann schreiben Sie uns an pfaelzerwald@rheinpfalz.de. Unsere Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann mit entsprechenden Hinweisen gerne erweitert werden.

Tipp 5: Kühhungerfelsen bei Oberschlettenbach

Den Kühhungerfelsen erreicht man über einen Abstecher auf dem Oberschlettenbacher Höhenweg. Er liegt auf 422 Metern und bietet eine tolle Aussicht auf die Hügelketten der Südwestpfalz. Dafür steht auch eine Bank parat, die zu einer kurzen Pause einlädt. Was viele aber nicht wissen: Unterhalb des Felsplateau gibt es eine versteckte Plattform, die eine neue Perspektive auf den Felsen ermöglicht. Zum Wandertipp zum Oberschlettenbacher Höhenweg

Der Kühhungerfelsen belohnt den Aufstieg mit einer hervorragenden Aussicht.
Der Kühhungerfelsen belohnt den Aufstieg mit einer hervorragenden Aussicht.

Tipp 6: Waidmannsruhe bei Dahn

Die Waidmannsruhe bei Dahn ist ein Aussichtspunkt auf einem Felsplateau, zu der aber keine offizielle Beschilderung mehr führt. Dementsprechend sind die Chancen auf einen alleinigen Genuss der Aussicht über das Dahner Felsenland groß. Früher stand sogar mal eine Sitzbank dort, doch auch die gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Trotzdem ist die ausrangierte „Waidmannsruhe“ noch immer wunderschön. Zum Wandertipp: Kurze Burg-Neudahn-Tour

Die Waidmannsruhe ist eine Aussichtsplattform, die nicht mehr ausgeschildert ist und deshalb etwas in Vergessenheit gerät.
Die Waidmannsruhe ist eine Aussichtsplattform, die nicht mehr ausgeschildert ist und deshalb etwas in Vergessenheit gerät.

Tipp 7: Ehemaliger Nato-Bunker in Kindsbach

Wer in die Geschichte des Kalten Krieges eintauchen möchte, kann dies auf einer Wanderung bei Kindsbach im Kreis Kaiserslautern tun. Denn tief im Wald liegt eine weitgehend erhaltene Nato-Bunker-Anlage, die besichtigt werden kann. Der Bunker war bis in die 80er-Jahre das Hauptquartier der amerikanischen Luftwaffe. Mittlerweile befindet sich dieser in Privatbesitz von Wolfgang Würmell. Er bietet Führungen durch die Anlage an, man kann den Bunker aber auch auf eigene Faust erkunden.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via YouTube.

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Tipp 8: Siebenbrunnen im Diemersteiner Wald

Keiner der neueren Prädikatswanderwege durch den Diemersteiner Wald führt mehr am Siebenbrunnen vorbei, der dadurch fast vergessen, abseits der belaufeneren Wege liegt. Wer dorthin gelangen will, sollte auf alte Wanderkarten und Wegzeichen in Form von Farbbalken an den Bäumen achten. Und selbst dann braucht es ein geschultes Wanderauge, um den kleinen Trampelpfad zu entdecken, der schließlich zum Ziel führt. Der Siebenbrunnen ist eine 1927 errichtete Quelle mit Ritterstein. Der Name kommt von den Metallröhren, aus denen das Wasser in den Glasbach plätschert. Zum Wandertipp: 16-Kilometer-Wanderung durch den Diemersteiner Wald

Der Siebenbrunnen im Diemersteiner Wald.
Der Siebenbrunnen im Diemersteiner Wald.
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