Pfälzerwald
Mit Kindern den Pfälzerwald entdecken: 7 Tipps mit Abenteuergarantie
Der Pfälzerwald hat für jedes Alter etwas zu bieten – so auch für Familien mit Kindern. Für die ist der Wald selbst oft schon ein Spielplatz – besondere Wanderrouten, tierische Angebote und abenteuerliche Schauplätze machen den Ausflug in den Pfälzerwald aber nochmal spannender. Sieben solcher Ausflugstipps, etwas abseits der bekannten Parks und Spielangebote, haben wir für Sie zusammengefasst.
1. Auf der Spur des Luchses
Luci der Luchs führt ab der Hütte des Pfälzerwald-Vereins Waldfischbach-Burgalben durch den Wald und an Felsen vorbei. Gemeinsam geht es auf eine Entdeckertour, die insgesamt sieben Kilometer lang ist. Es warten Stationen mit Aufgaben und Rätseln, die es zu lösen gilt. Dabei lernen Kinder ab dem Grundschulalter vieles über das Leben des Luchses. Für die Schnitzeljagd des Vereins Waldritter-Südwest muss man vorab die App „Actionbound“ herunterladen und kann dort den sogenannten Bound, also die Tour, suchen und starten.
2. Mit Esel und Lama durch den Wald
Manchmal kann Wandern für Kinder eintönig werden. Da helfen tierische Begleiter auf dem Weg. Im Pfälzerwald gibt es gleich mehrere Angebote, um mit Eseln oder Lamas die Gegend zu erkunden. Wer mit den Kleinkamelen wandern will, kann das bei „Pfalz Lamas“ in Völkersweiler. Wer lieber auf den Esel setzen will, kann bei „Pfalzesel“ rund um Dahn wandern gehen oder bei „Wanderesel“ in Eppenbrunn. Die Touren sind unterschiedlich lang und müssen vorab gebucht werden.
3. Natürliche Wasserspielplätze
Kleine Bäche und Flüsse, Seen und Weiher bis hin zu Wasserfällen: Der Pfälzerwald bietet an vielen Orten natürliche Wasserspielplätze, die gerade in den Sommermonaten für Abkühlung sorgen. Die Wasserfälle am Hilschweiher im Edenkobener Tal bieten für Kinder viele Möglichkeiten, sich auszutoben. Außerdem können am Hilschweiher Ruderboote ausgeliehen werden oder man macht es sich am kleinen Kiosk gemütlich. Wer den Weiher mit einer Wanderung kombinieren möchte, wird hier ebenfalls fündig – zum Beispiel hoch zur Rietburg.
Ein malerischer Naturspielplatz findet sich auch in der Karlstalschlucht bei Trippstadt. Zwischen Felsen und Bachlauf haben Kinder alle Möglichkeiten, die Schlucht zu entdecken – auch auf einem kürzeren Spazierwanderweg.
Eine besondere Mutprobe für Kinder findet sich in Gleisweiler. Dort steht die Walddusche inklusive kleiner Umkleidekabine. Wer sich traut, kann sich dort abkühlen. Ansonsten gibt es einen kleinen Bachlauf, über den immer wieder Brücken queren und am Wegesrand finden Kinder ein Tipi.
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4. Geisterschloss-Tour
Die Burgruine Blumenstein liegt versteckt im Pfälzerwald und gilt auch als Geisterschloss. Auf der gleichnamigen Geisterschloss-Tour geht es auf 9,7 Kilometern (lässt sich auf 7,5 Kilometer verkürzen) über die französische Grenze zur Burgruine Wasigenstein und auf den Col du Maimont mit seiner historischen Opferschale aus der Zeit der Kelten. Start der Tour ist der Wanderparkplatz „An der Schanze“ zwischen Schönau und Schönau-Gebüg.
5. Auerochsen-Tour bei St. Martin
Spielplätze, Einkehrmöglichkeiten, tierische Begegnungen und eine Hängebrücke – das verspricht die Auerochsen-Tour bei St. Martin. Der Weg führt auf vier Kilometern einmal um das große Gehege der Tiere. Start ist am Parkplatz der Grillhütte am Sandwiesenweiher. Von dort ist die Tour gut ausgeschildert. Die zweite Einkehrmöglichkeit, das Haus an den Fichten vom Pfälzerwald-Verein, liegt auf dem Weg. Zum Schluss geht es wieder zurück zum Sandwiesenweiher, wo für Kinder ein Barfußpfad am Ufer entlang führt.
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6. Rätselspaß und Mittelalter-Abenteuer
Kurz hinter der deutschen Grenze, aber immer noch im Biosphörenreservat Pfälzerwald Nordvogesen, liegt die Burg Fleckenstein. Sie ist auch als Rätselburg bekannt, denn sie lockt mit einem dreistündigen Mittelalter-Abenteuer. Für Kinder gibt es 25 Aufgaben zu lösen, indem sie selbst in die Rolle der Ritter schlüpfen. Zusammen mit dem Helden Kim gilt es, einen Baron zu befreien und die Burg zu retten. Diese Reise in die Vergangenheit soll für jeden machbar sein. Kostenlos ist die Aktion allerdings nicht. Eine Familienkarte kostet 37 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die Einzelpreise liegen für Erwachsene bei 11 Euro, für Kinder bei 9 Euro.
7. Draisinenfahrt durch das Glantal
Statt zu wandern kann man von Altenglan nach Lauterecken als Familie mit einer Draisine fahren. Auf einer stillgelegten Bahnstrecke geht es mit dem Gefährt, dass man je nach Variante durch eigene Beinkraft zum Fahren bringen muss, durch das Glantal. Es gibt die Möglichkeit, an verschiedenen Haltepunkten zu parken und einen Abstecher zu Fuß einzulegen. Auf der Strecke warten beispielsweise das Schloss Veldenz in Lauterecken oder die Öhlmühle in Sankt Julian. Und für die Zukunft wird sogar über eine Kombination mit VR-Brillen nachgedacht, die dann während der Fahrt ins Pfälzer Bergland von vor 300 Millionen Jahren blicken lässt. Die Fahrten sind von April bis Oktober möglich und es braucht vorab eine Reservierung. Die Kosten für die Draisinenfahrt variieren je nach Wochentag und Gefährt.
