Wandern in der Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Geheimtipp zum Mandelpfad: Ruhigere Alternative zur zweiten Etappe

Die zweite Etappe des Mandel-Pfads führt des Öfteren an befahrenen Straßen entlang, doch das kann man umgehen - ohne auf die Man
Die zweite Etappe des Mandel-Pfads führt des Öfteren an befahrenen Straßen entlang, doch das kann man umgehen - ohne auf die Mandelblüte zu verzichten.

Durch das Berntal und die Weinberge entlang an blühenden Mandelbäumen – die alternative Route zur zweiten Mandelpfad-Etappe verspricht schöne Aussichten und viele Blüten.

Wenn der Frühling kommt, wird es rosa an der Pfälzer Weinstraße. Die Mandelbäume blühen und überall sieht man Menschen, die vor lauter Begeisterung entzückt ein Foto von ihnen machen. Für die Blütezeit gibt es sogar einen eigenen Weg, der in insgesamt sieben Etappen an den Mandelbäumen-Hotspots vorbeiführt: Der Pfälzer Mandelpfad. Doch nicht jede Etappe ist so idyllisch, wie die von rosa dominierten Bilder den Eindruck vermitteln. Gerade die zweite Etappe, von Kleinkarlbach bis Bad Dürkheim, verläuft an viel befahrenen Straßen entlang – was gerade am Wochenende laut werden kann. Doch es gibt eine Alternative, ohne auf die Mandelblüten verzichten zu müssen.

Stattdessen geht es auf rund zehn Kilometern durch das Berntal bei Leistadt, durch die Weinberge bei Kallstadt bis zum römischen Weingut Weilberg kurz vor Bad Dürkheim. Die Tour dauert etwa zwei Stunden und vierzig Minuten und führt im Wechsel mal bergauf, mal bergab.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

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Start am Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal

Start der Rundtour ist am Parkplatz Felsenberg-Berntal. Da die Tour zu Beginn am oberen Rand des Berntals vorbeiführt, geht es auf den Radweg auf der gegenüberliegenden Seite der L 517. Dem Weg folgt man wenige Hundert Meter den Berg hinauf, um dann erneut die L 517 zu überqueren. So gelangt man auf den Wirtschaftsweg, der oberhalb des Tals entlangläuft. Diesem folgt man rund 1,5 Kilometer, bevor man rechts abbiegt und an einen Aussichtspunkt kommt, der bei gutem Wetter einen schönen Blick in die Ebene ermöglicht.

Der Blick auf die unterirdische Karsthöhle. Erst die Infotafeln verrät, was es damit auf sich hat.
Der Blick auf die unterirdische Karsthöhle. Erst die Infotafeln verrät, was es damit auf sich hat.

Nun geht es in Richtung des Mandelpfads. Dafür hält man sich links und folgt dem asphaltierten Weg in Richtung Karsthöhle, die am Ortsausgang von Herxheim liegt. Anders als der Name vermuten lässt, steht man nicht plötzlich vor einem Höhleneingang inmitten des Weinbergs. Vielmehr blickt man auf ein karges Feld. Doch die Infotafel verrät, was es damit auf sich hat. Es handelt sich um eine unterirdische, fünf Millionen Jahre alte Kalksteinhöhle. Entdeckt wurde sie 1998 und ist seit 2012 ein Naturdenkmal. Sie ist elf Meter lang und an der höchsten Stelle knapp 1,6 Meter hoch.

Ein Stück entlang des Mandelpfads
Das Zeichen des Pfälzer Mandelpfads.
Das Zeichen des Pfälzer Mandelpfads.

Weiter geht es nun ein Stück auf dem offiziellen Mandelpfad. Dieser führt parallel zur B 271 und wird gesäumt von vielen Mandelbäumen. Da der Geräuschspegel entlang der Straße auf Dauer unangenehm wird, verlassen wir den Mandelpfad und biegen an der nächsten Wegkreuzung rechts auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg ab, laufen ein kurzes Stück den Weinberg hoch und biegen wieder links ab. Hier läuft man etwas ruhiger parallel zur B 271 und sieht die Mandelbäume von oben rosa leuchten.

An einer Straße muss man dann doch lang: Dort stehen die Mandelbäume aufgereiht.
An einer Straße muss man dann doch lang: Dort stehen die Mandelbäume aufgereiht.

An seinem Ende trifft der Weg auf den Ortsausgang von Kallstadt und man passiert die Leistadter Straße. Man folgt dem Weg immer geradeaus, bevor es an Kindergarten und Grundschule rechts abgeht. Wir folgen nun wieder der Markierung des Mandelpfads und biegen an einem Grünstreifen links ab. Nun ist vom Straßenlärm wirklich nichts mehr zu hören und man trifft stattdessen auf schöne Dorfidylle.

Kallstadter See und Römisches Weingut Weilberg

Es kommt ein kleiner See in Sicht, der mit Tisch und Bänken die Möglichkeit für eine kurze Pause bietet. Nach der Pause folgt man dem Weg und hält sich rechts, es geht den Hügel hinauf. Oben angekommen eröffnet sich nach und nach das Panorama auf Bad Dürkheim. Dort biegen wir links ab und folgen dem Weg, bis das Römische Weingut Weilberg erreicht ist.

Eine Pause kann am Kallstadter Weiher eingelegt werden.
Eine Pause kann am Kallstadter Weiher eingelegt werden.

Dort blüht ein wunderschöner alter Mandelbaum – die Mandel könnte übrigens einst von den Römern in die Pfalz gebracht worden sein. Das Weingut Weilberg war vor 2000 Jahren das Zuhause eines gut betuchten Römers, der dort mit seinem Gefolge wohnte. Es soll sogar eine Fußbodenheizung und ein Dampfbad gegeben haben. Nicht umsonst ist dieses Relikt das größte römische Herrenhaus in der Pfalz. Inmitten von Weinbergen wurde natürlich auch Wein produziert. Unweit der ehemaligen Villa liegt ein altes Kelterhaus, das man etwas später ebenfalls erreicht.

Das Römische Weingut Weilberg.
Das Römische Weingut Weilberg.

Blühende Bäume mit Blick auf Bad Dürkheim

Der Weg verläuft anschließend entlang blühender Bäume. Auf der eigentlichen Etappe des Mandelpfads würde es jetzt zur Michaeliskappelle gehen. Doch für diese Runde reicht der Blick dorthin, denn an der nächsten Wegkreuzung geht es links ab und damit zurück Richtung unseres Ausgangspunkts in Leistadt. Dafür gehen wir bei der nächsten Möglichkeit links, um gleich darauf rechts abzubiegen und parallel zur L 517 nach Leistadt zu laufen. Da sich der Weg deutlich unterhalb der Landesstraße befindet, ist vom Verkehr aber kaum etwas zu hören.

Rosa Blüten überall.
Rosa Blüten überall.

Nach einigen hundert Metern erreichen wir erneut die Leistadter Straße und überqueren diese in Richtung Weinberge. Auf der anderen Straßenseite angekommen, hält man sich an der nächsten Wegkreuzung rechts und folgt dem Weg ein ganzes Stück, bevor wir erneut rechts abbiegen. Dort verläuft der Weg entlang einiger Bäume, zwischen denen eine Liegebank auftaucht und dazu einlädt, den Blick über die Weinberge Kallstadts in die Ferne schweifen zu lassen. Nach dieser Verschnaufspause – immerhin ging es die letzte Zeit meist bergauf – geht es nun langsam zurück in Richtung Berntal. Dafür biegt man an der zweiten Kreuzung rechts ab, alsbald wieder rechts und so erreicht man den Eingang des seit dem Jahr 2000 ausgewiesenen Naturschutzgebietes.

Der Blick auf Bad Dürkheim.
Der Blick auf Bad Dürkheim.

Neben Weinreben punktet das Tal auch mit Streuobstwiesen, Wiesenflächen und mit etwas Glück Weidetieren, die gegen die Verbuschung aktiv sind. Das Tal ist das Zuhause von einigen seltenen und bedrohten Tier- und Vogelarten und immer wieder einen Besuch wert. Es führt lediglich ein Weg hindurch, dem man folgt, bis der Parkplatz wieder in Sicht kommt und damit auch das Ende der Tour geschafft ist.

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