Wandern im Pfälzerwald Burg-Nanstein-Weg bei Landstuhl: Für Mittelalter- und Felsenfans

Der Burg-Nanstein-Weg bietet jede Menge schöner Aussichten – wie diese hier vom Bismarckturm aus.
Der Burg-Nanstein-Weg bietet jede Menge schöner Aussichten – wie diese hier vom Bismarckturm aus.

Der 12,8 Kilometer lange Burg-Nanstein-Rundwanderweg im Sickinger Land bietet so Einiges: felsige Anstiege, alte Ruinen und wundervolle Aussichten über das Landstuhler Bruch.

Der Burg-Nanstein-Weg führt rund um die Sickingenstadt Landstuhl. Zum Start eignet sich die zentral gelegene Stadthalle. Der Bahnhof ist davon fußläufig etwa acht Minuten entfernt, Parkplätze finden sich direkt hinter dem Gebäude. Der Bau diente früher als Post und erhielt vor knapp 30 Jahren eine neue Funktion. Seitdem ist die Stadthalle Veranstaltungsstätte für Kulturveranstaltungen und Kongresse unterschiedlichster Art. Dort gibt es Theater-, Comedy sowie Musical-Aufführungen. Für Wanderfreunde ist sie außerdem der perfekte Ausgangspunkt für die Burg-Nanstein-Rundtour.

Der Wanderweg auf einen Blick:

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

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Waldpfade, Felsenkulissen und heilige Quellen

Den Weg markieren weiße Schilder mit einer in Schwarz aufgetragenen Silhouette der Burg Nanstein. Er führt von der Stadthalle zunächst entlang der Kaiserstraße und durch den Ortskern Landstuhls.

Vorbei an historischen Gebäuden, wie dem Rathaus, dem Finanzamt und Amtsgericht, mündet der Wanderweg schließlich auf einem Waldpfad. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zum Biedenkopfweiher, einem ruhigen Gewässer mitten im Wald.

Teilweise verläuft der Jakobsweg und der Burg-Nanstein-Weg auf den selben Pfaden.
Teilweise verläuft der Jakobsweg und der Burg-Nanstein-Weg auf den selben Pfaden.

Weiter geht's zum regional bekannten Heidenfelsen. Dabei handelt es sich um ein römisches Quellheiligtum, das Funden zufolge etwa vom zweiten Jahrhundert nach Christus bis etwa 390 bestand. Überlieferungen berichten, dass das unter anderem sehr Bor-haltige Quellwasser am Heidenfelsen zur Linderung von Augenleiden genutzt wurde.

Der Heidenfelsen.
Der Heidenfelsen.

Blick auf die Air Base Ramstein

Vom Heidenfelsen führt anschließend ein Weg vorbei an verschiedenen Felsformationen, an denen sich auch gerne einige Kletterer tummeln. Nun geht es hoch hinaus bis zum nächsten Etappenziel, dem „Herrengärtchen“. Der Aussichtspunkt entstand im 19. Jahrhundert und diente damaligen Kurgästen als Ort der Entspannung.

Parallel dazu machte sich das „Herrengärtchen“ auch bei privilegierten Gästen aus ganz Deutschland als Zentrum für Jagden und Waldfeste einen Namen. Heute genießt man von dem Aussichtspunkt einen weiten Blick in die umgebende Landschaft sowie auf die Air Base Ramstein.

Mutige Ritter und imposante Festungen

Nur knappe 800 Meter vom Herrengärtchen entfernt, wartet der nächste Höhepunkt: die Burg Nanstein selbst. Als Relikt des Mittelalters erinnert die im 12. Jahrhundert erbaute Festung heute noch an den Ritter Franz von Sickingen, der dort bei einem massiven Beschuss der Anlage am 7. Mai 1523 zu Tode kam.

Die Namensgeberin der Tour: Die Burg Nanstein.
Die Namensgeberin der Tour: Die Burg Nanstein.

Ein Besuch der aufwendig restaurierten Ruine lohnt sich. Eine Gelegenheit dafür bieten die alljährlichen Burgspiele, die die Heimatfreunde Landstuhl im Sommer dort ausrichten. Nahe der Burg gibt es außerdem die Burgschänke, die im Sommer täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet ist (burgschaenke-landstuhl.de). Direkt am Hang gelegen, lässt sich dort bei Essen und Trinken die Aussicht in das umliegende Land genießen.

Schöne Aussichten mit Weitblick

Es geht weiter zur Marienkapelle. Diese errichtete man 1953 zu Ehren der Muttergottes, da Landstuhl im zweiten Weltkrieg weitgehend von den Bomben verschont blieb. Die Marienkapelle belohnt mit einer Aussicht bis hin zum Potzberg.

Von der Marienkapelle aus hat man eine weite Aussicht.
Von der Marienkapelle aus hat man eine weite Aussicht.

Nicht weniger aussichtsreich ist das Panorama, das der nächste Wegpunkt, der Bismarckturm, verspricht. Der Turm wurde um 1900 zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck errichtet. Mit einer Höhenlage von 368 Metern über dem Meeresspiegel ist der Turm ein markantes Bauwerk, vielleicht sogar ein Wahrzeichen des Landstuhler Stadtbildes.

Der Bismarckturm wurde um 1900 errichtet.
Der Bismarckturm wurde um 1900 errichtet.

Filmreife Kulissen

Vom Bismarckturm führt anschließend ein Waldpfad zum Krämerstein – einer Felsenkulisse, bestehend aus einem etwa 120 Meter langen und stellenweise 12 Meter hohen Riff aus Sandstein. Dieser war bereits in den 1920er Jahren bei damaligen Filmemachern sehr beliebt und diente unter anderem als Set für Western-Filme.

Vom Krämerstein geht es anschließend nur noch bergab. Der Weg führt von der Idylle des Waldes zurück ins Tal – beziehungsweise zurück ins Zentrum der Stadt Landstuhl. Dort können Wanderer die Tour in (Eis-)Cafés, Pubs und Bars gemütlich ausklingen lassen.

Alle Wandertipps auf einen Blick:

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