Folkpop Ganes auch in Kaiserslautern:Ladinische Hymnen ans Leben

Verbinden ihre Sprache mit zarten und fröhlich-lebensbejahenden Klängen: Elisabeth und Marlene Schuen (re.).
Verbinden ihre Sprache mit zarten und fröhlich-lebensbejahenden Klängen: Elisabeth und Marlene Schuen (re.).

Aufgewachsen sind sie in La Val, einem abgelegenen Dorf in den Südtiroler Dolomiten: Ganes singen Folkpop in ladinischer Sprache.

Es sind Lieder, die oft feenhaft-melancholisch, dann wieder fröhlich klingen, mit Texten, die von großer Heimat- und Naturverbundenheit sprechen. Das Schöne: Um das Lebensbejahende herauszuhören und sich bezaubern zu lassen, muss man die seltene Sprache gar nicht verstehen. Mit „Vives“ sind Ganes im April zum zweiten Mal nach 2024 in Kaiserslautern zu Gast, außerdem im Saarland, in St. Wendel.

Der Begriff „Vives“ bedeutet auf Ladinisch „Du sollst leben!“ und wird als Trinkspruch zum Anstoßen genutzt. Ganes, gegründet 2009, nachdem sie mit Hubert von Goisern, dem erfolgreichen österreichischen Liedermacher, aufgetreten waren, nehmen diesen Ausdruck aber durchaus auch wörtlich. Elisabeth und Marlene Schuen, beide studierte Musikerinnen, verstehen ihre Lieder nicht nur als Hymnen an ihre Heimat, sondern ans Leben allgemein. Die Schwestern gründeten die Gruppe ursprünglich als Trio mit ihrer Cousine Maria Moling. 2018 gab es einen Personalwechsel, damals ersetzte Natalie Plöger aus Ostfriesland Moling.

Schon den Auftakt ihrer Tournee „Vives“ feierten Ganes im Herbst 2024 in der Kammgarn Kaiserslautern. In der RHEINPFALZ war das Echo auf diesen Auftritt durchweg positiv. Im Artikel steht: „Schlaggitarre und Kontrabass starten als profunde rhythmische Basis zur instrumentalen Einstimmung. Es sollte ein sehr abwechslungsreiches Programm mit wilden Instrumentenwechseln, ein wenig Erzählcharakter und dem alles überragenden Harmoniegesang werden.“ – Der Tourstart war also geglückt.

Ein Rheinpfalz-Interview mit den Schwestern zum Tourauftakt aus dem Jahr 2024 zu ihren Liedern und ihrer Heimat lesen Sie hier. Ladinisch ist übrigens kein Dialekt, wie manchmal angenommen wird, sondern die älteste Sprache im Gebiet der Dolomiten, die entstand, als die Römer den Alpenraum eroberten, wie auf einer Südtiroler Internetplattform erläutert wird. Etwa 30.000 Muttersprachler soll es noch geben. Ganes heißen in der alpenländischen Mythologie Naturgeister oder Feen.

Ganes: Vives – Freitag, 10. April 2026, 20.30 Uhr, St. Wendel, Saalbau; Donnerstag, 16. April, 20 Uhr, Kaiserslautern, Kammgarn; Karten: Rheinpfalz-Ticket, reservix.de

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