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Die trockene Scheurebe macht Lust auf Frühling.
Die trockene Scheurebe macht Lust auf Frühling.

Die ersten Weine aus dem Jahrgang 2025 sind abgefüllt. Darunter ist auch eine trockene Scheurebe aus Friedelsheim. Sie ist aromatisch und fruchtig.

Für alle, die genug haben von grauen Wintertagen, eisigem Wind und überraschenden Schneefällen, holen wir uns jetzt ein Stück Frühlingssonne ins Glas. Während in vielen Weingütern gerade Hochbetrieb herrscht und die ersten 2025er auf die Flasche gezogen werden, lohnt sich ein genauer Blick in die Keller. Der neue Jahrgang zeigt bereits klare Konturen und im Glas lässt sich gut nachvollziehen, wie stark die klimatischen Bedingungen des vergangenen Jahres die Weine geprägt haben.

Nach einem milden Winter und einem trockenen Frühjahr verlief der Vegetationsstart leicht verzögert. Der Sommer war heiß und lange Zeit sehr trocken, beste Voraussetzungen für gesunde, hochkonzentrierte Trauben. Kaum Pilzdruck, kleine Beeren, intensive Aromatik. Regen im Juli sorgte dann für neuen Schwung, die Reife entwickelte sich dynamisch und erstaunlich gleichmäßig. Die Lese begann früh und war zügig abgeschlossen – einer der frühesten und schnellsten Herbste überhaupt.

Wein-Jahrgang 2025 ist klar und strukturiert

Jetzt zeigt sich in den Kellern, was dieser Jahrgang wirklich kann. Die jungen 2025er präsentieren sich klar und strukturiert. Die Frucht wirkt präzise, nicht überreif, die Säure ist präsent und gut eingebunden. Vieles zeigt sich bereits jetzt erstaunlich harmonisch, mit stabiler Struktur und einer feinen inneren Spannung. Diese Weine stehen sicher auf der Flasche und bringen eine Balance mit, die ihnen sowohl frühe Zugänglichkeit als auch Entwicklungspotenzial verleiht.

Ein schönes Beispiel dafür kommt aus Friedelsheim: das Weingut Walter Krebs. Direkt an der Ampel im Ortskern gelegen, mit offenem Hoftor und Menschen, die es sich gemütlich machen. Hier gehört Geselligkeit einfach dazu. Und wer einmal dort war, merkt schnell: Begegnung ist hier Programm. Über das Jahr hinweg laden zahlreiche Hoffeste und Veranstaltungen auf den Hof. Rund 25 Hektar bewirtschaftet die Familie, der Stil ist klar erkennbar: frische, offene, fruchtbetonte Weine mit sauberer Linie. Mit im Boot ist inzwischen Jungwinzerin Sarah Krebs, die komplett in den Betrieb eingestiegen ist. Man spürt ihre Handschrift: klar, strukturiert und mit feinem Gespür für Aromatik. Sie bringt frische Impulse ins Weingut und führt den Stil konsequent weiter.

Ausbalancierter harmonischer Wein mit Säure und Frische

Der 2025er Scheurebe trocken passt perfekt ins Bild. Er stammt aus der Premiumlinie des Weinguts und wurde im Edelstahltank ausgebaut. Schon die Nase macht Freude: aromatisch und fruchtbetont, dabei angenehm filigran. Holunderblüte zeigt sich deutlich, dazu eine zarte Exotik und ein Hauch schwarze Johannisbeere. Sehr einladend, sodass man direkt probieren möchte. Am Gaumen entfaltet sich eine lebendige Säure mit schöner Frische. Der Wein wirkt ausbalanciert und zeigt sich bereits im jungen Alter bemerkenswert harmonisch. Eine klare, präzise Scheurebe mit viel Trinkfluss.

Hervorragend zu der jungen Scheurebe passt ein frischer Glasnudelsalat mit Limette, Koriander und Minze, vielleicht ergänzt durch Garnelen oder etwas gerösteten Sesam. Die zitrische Frische im Dressing findet in der lebendigen Säure des Weins ihr Gegenüber. Gleichzeitig greifen die Aromen von Holunderblüte und schwarzer Johannisbeere die kräutrigen und leicht exotischen Noten des Gerichts auf. Kommt eine dezente Chili-Schärfe dazu, wirkt die saftige Frucht der Scheurebe ausgleichend und bringt Balance ins Spiel.

Der 2025er Scheurebe trocken vom Weingut Walter Krebs kann ein echter Frühlingsbote sein. Einer, der die grauen Tage vertreibt und Lust macht auf Feste im Hof, lange Abende und die ersten warmen Sonnenstrahlen.

Für 8,10€ ist der Wein ab Hof erhältlich.

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An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

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