Landtagswahl Rheinland-Pfalz
Seniorenheime, Therapieplätze und Hebammen – Was sagen die Parteien zur Gesundheit?
Am 22. März wählen die Rheinland-Pfälzer eine neue Landesregierung. In ihren Programmen stellen die Parteien auch ihre Positionen und Pläne zum Thema Gesundheit vor. Ein Blick in die Wahlprogramme zeigt, was sie unter anderem vorhaben.
SPD
Die SPD will neue Versorgungsmodelle auf dem Land fördern und Leitstellen sowie Rettungsmittel stärker digitalisieren. Zudem plant die Partei eine Regioklinik, die Pflege, stationäre und ambulante Angebote bündelt. Außerdem will sie Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen.
CDU
Die CDU will mehr Investitionsprogramme für Krankenhäuser auflegen und die Zahl der Pflege-Ausbildungsplätze um mindestens 25 Prozent erhöhen. Zudem plant sie mehr Medizinstudienplätze und mehr Unterstützung für Praxiskliniken, die in unterversorgten Regionen haus- und fachärztliche Angebote bündeln.
Grünen
Die Grünen wollen sich für den Erhalt von Geburtskliniken und eine Förderung der Hebammenversorgung einsetzen. Zudem planen sie mehr Anlaufstellen für psychische Gesundheit und wollen pflegende Angehörige entlasten. Drogen- und Suchthilfe soll niedrigschwellig sein.
FDP
Die FDP will mehr Kassensitze schaffen, Wartezeiten in der Psychotherapie verkürzen und die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern. Außerdem plant sie, die Hebammen- und Frauengesundheit zu fördern sowie die digitale Vernetzung auszubauen.
AfD
Die AfD will das Kliniksterben stoppen und Kliniken sanieren. Zudem fordert die Partei eine Eins-zu-eins-Betreuung durch Hebammen und eine geringere Zahl an Kaiserschnitten. Außerdem sollen die Maßnahmen der Corona-Pandemie aufgearbeitet und das Gesundheitspersonal besser geschützt werden.
Freie Wähler
Die Freien Wähler wollen mehr Studienplätze schaffen sowie Allgemeinmedizin und Hausarztversorgung stärken. Die Landarztquote soll ausgeweitet und wohnortnahe Geburtshilfestandorte geschaffen werden. Für junge Menschen plant die Partei ein soziales Pflichtjahr.
Linke
Die Linke will alle Krankenhäuser in öffentliche Hand überführen. Außerdem fordert sie höhere Gehälter für Fachpersonal und weniger Bürokratie in der medizinischen Versorgung. Zudem setzt sie sich für eine bessere psychotherapeutische Versorgung und mehr Medizinstudienplätze ein.