Polizistenmord RHEINPFALZ Plus Artikel Mutmaßlicher Täter von Völklingen steht ab Februar vor Gericht

Die Tat geschah nicht weit entfernt vom Alten Rathaus von Völklingen, einem Wahrzeiche der Stadt.
Die Tat geschah nicht weit entfernt vom Alten Rathaus von Völklingen, einem Wahrzeiche der Stadt.

Grausam und aus Mordlust soll er nach einem Überfall auf eine Tankstelle 17-mal auf Polizisten geschossen haben, ein Beamter starb.

Ab Februar muss sich der Deutsch-Türke Ahmet G. vor der Jugendkammer des Landgerichts Saarbrücken verantworten. Der zur Tatzeit 18-Jährige hatte, so die Ermittlungen, zunächst in der Aral-Tankstelle an der Einfahrt in die Stadt Völklingen unter Vorhalt eines Besteckmessers einen niedrigen dreistelligen Betrag erbeutet.

Als Polizisten den zu Fuß Flüchtenden stellen wollten, entriss er nach Darstellung der Anklage einem jungen Polizeianwärter dessen Dienstpistole und schoss damit auf den Anwärter und einen 34 Jahre alten Beamten. Der 34-Jährige wurde tödlich getroffen und erlag noch am 21. August, dem Abend der Tat, seinen schweren Verletzungen. Schüsse trafen auch den Polizeianwärter, aber nur auf die Schutzweste. Dann griff ein Gemüsehändler ein und zog den am Boden liegenden angehenden Polizisten beherzt über die Straße aus dem Gefahrenbereich.

Der mutmaßliche Täter setzte daraufhin seine Flucht zu Fuß fort, wurde bald erneut von Polizisten gestellt und nach einem Schusswechsel schwer verletzt festgenommen. Als er nach zwei Operationen außer Lebensgefahr war, verlegte man ihn vom Krankenhaus zur Untersuchungshaft ins Gefängnis.

Polizisten überwältigt, aber kein Kampfsportler

Der 18-Jährige soll schmächtig sein, keine Kampfsportart ausgeübt und noch bei seinen Eltern gelebt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann grausamen Mord aus Mordlust und zur Verdeckung einer Straftat sowie versuchten Mord und Raub vor. Das Landgericht hat zunächst elf Verhandlungstage angesetzt, beginnend am 12. Februar.

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