Pfalz Diese Pfälzer sind über die Landeslisten im Mainzer Parlament vertreten
So unterschiedlich Speyer und der Donnersbergkreis sind – eines haben die beiden Wahlkreise gemeinsam: Sie werden von jeweils drei Abgeordneten im Mainzer Parlament vertreten. Denn neben den direktgewählten Vertretern Michael Wagner (CDU, Speyer) und Jaqueline Rauschkolb (SPD, Eisenberg) schaffen es über die Landeslisten der Parteien jeweils zwei weitere Vertreter aus den Wahlkreisen in den Landtag. Marlene Gottwald (SPD) und Benjamin Haupt (AfD) vertreten die Menschen aus Speyer und Umgebung künftig im 105 Mitglieder zählenden Landesparlament.
Im Donnersbergkreis sind sowohl die Grüne Lisett Stuppy als auch der AfD-ler Damian Lohr, die beide als Direktkandidaten angetreten waren, über die jeweiligen Landeslisten ins Parlament gekommen. Auch Ulrike Beckmann hat den Einzug in den Landtag über die Liste geschafft. Die Mutter von Damian Lohr ist in Mainz daheim, aber im Donnersberg AfD-Kreisvorsitzende; sie war nicht direkt angetreten. Sohn Lohr sagt: „Wenn ich mir die Demografie beim Wahlergebnis ansehe stelle ich fest: Die AfD wird in Zukunft im Donnersbergkreis eine noch stärkerere Rolle spielen. Mit nun zwei AfD-Abgeordneten werden wir unser Engagement weiter ausbauen.“
Auch der Wahlkreis Kaiserslautern I ist mit dem direktgewählten Andreas Rahm (SPD) und den über die Liste eingezogenen Kandidaten Tom Kotzian (AfD) sowie Paul Bunjes (Grüne) stark vertreten.
Zehn der insgesamt 18 Pfälzer Wahlkreise werden mit zwei Abgeordneten im Parlament repräsentiert sein. Um die Belange der Menschen in den Wahlkreisen Mutterstadt, Bad Dürkheim, Neustadt und Germersheim kümmert sich jeweils nur ein Abgeordneter.
Über Landeslisten im Parlament
Diese Kandidaten haben den Einzug ins Parlament über die Landeslisten geschafft:
- Daniel Schäffner (SPD), Wahlkreis Kaiserslautern-Land
- Katrin Rehak-Nitsche (SPD), Wörth
- Gregory Scholz (SPD), Ludwigshafen II
- Magali Leidig-Petermann (SPD), Frankenthal
- Daniela Stauch (SPD), Zweibrücken
- Oliver Kusch (SPD), Kusel
- Marlene Gottwald (SPD), Speyer
- Lea Marie Heidbreder (Grüne), Landau
- Paul Bunjes (Grüne), Kaiserslautern I
- Lisett Stuppy (Grüne), Donnersberg
- Damian Lohr (AfD), Donnersberg
- Eugen Ziegler (AfD), Südliche Weinstraße
- Catalina Monzon (AfD), Kusel
- Benjamin Haupt (AfD), Speyer
- Dirk Bisanz (AfD), Kaiserslautern II
- Albert Breininger (AfD), Germersheim
- Ferdinand Weber (AfD), Pirmasens
- Tom Kotzian (AfD), Kaiserslautern I
Ulrike Beckmann (AfD), Mainz/Donnersberg
Der Landtag wird größer
Bislang waren im Mainzer Landtag 101 Personen vertreten, jetzt sind es vier Abgeordnete mehr. Laut Landeswahlleiter wird es erstmals seit Einführung des Zweistimmen-Wahlrechts im Jahr 1991 Überhangmandate und Ausgleichsmandate geben. „Die CDU erringt zwei Direktmandate mehr, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen und damit zwei Überhangmandate, die SPD und die AfD erhalten je ein Ausgleichsmandat“, berichtet der Landeswahlleiter. Die CDU hat im neuen Landtag 39 Sitze, die SPD 32 Sitze, die AfD 24 und die Grünen zehn Sitze.
Von den 105 Abgeordneten im neuen Parlament wurden 52 direkt gewählt, der Rest kommt über die Listenplatzierung in das Parlament. Das läuft laut Landtag so: „Jede Partei mit mehr als fünf Prozent der Stimmen erhält von den 101 regulären Abgeordnetensitzen so viele, wie ihr nach ihrem Landesstimmen-Anteil zusteht. Hiervon werden die Sitze der von der Partei errungenen Wahlkreismandate abgezogen. Die verbleibenden Sitze werden aus der Landesliste in der dort festgelegten Reihenfolge besetzt.“
Wer wissen will, welche Kandidaten aus der Pfalz direkt in den Landtag gewählt wurden, findet hier eine Antwort.
Auf die Belange der 511.000 West- und Nordpfälzer werden künftig 17 Abgeordnete einen scharfen Blick haben. Die 860.000 Vorder- und Südpfälzer werden von 19 Abgeordneten vertreten.