Pfalz Brand in Bad Dürkheimer Limburg-Klosterschänke - Toter geborgen

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Die Feuerwehr ist im Einsatz.  Foto: Hecht
Die Feuerwehr ist im Einsatz.
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Der Dachstuhl wurde bei dem Feuer schwer beschädigt, er ist teilweise eingestürzt. Die Gaststätte im Stockwerk darunter ist unbenutzbar. Dieses Foto wurde am Freitagmorgen gegen 7.40 Uhr aufgenommen.

Bei dem Brand in der „Klosterschänke“ in der Ruine Limburg über Bad Dürkheim ist in der Nacht auf Freitag ein Mensch ums Leben gekommen.

Erst gegen 14 Uhr am Freitagnachmittag konnten die sterblichen Überreste des Mannes geborgen werden, der bei einem nächtlichen Gebäudebrand in der „Klosterschänke“ an der Ruine Limburg über Bad Dürkheim mehr als zwölf Stunden zuvor ums Leben gekommen war. Vier Mitarbeiter des Bestattungsinstitut hievten den Sarg mit Hilfe eines Krans des Technischen Hilfswerks (THW) aus der dritten Etage des Anwesens. Zuvor hatte das THW herabgestürztes Dachgebälk und Schutt beseitigen müssen, die Feuerwehr musste mehrfach noch Glutnester nachlöschen, bevor sie den Brandort freigab. Gegen 17 Uhr wurde der Feuerwehr-Einsatz beendet. Eine Brandsicherheitswache ist vor Ort, das Technische Hilfswerk (THW) bewahrt die Brandruine vor dem Einsturz. Mehrere Feuerwehrleute waren jeweils 16 Stunden im Einsatz.

Feuerwehr um 0.45 Uhr alarmiert

Vor Ort ging man davon aus, dass es sich bei dem Toten um den 49 Jahre alten Pächter der Gaststätte handelt, der im Dachgeschoss des Anwesens wohnte. Dort war das Feuer nach Mitternacht wohl mit heftiger Gewalt ausgebrochen: Anwohner im Tal unterhalb der Limburg meldeten gegen 0.45 Uhr einen Feuerschein auf dem Berg. Beim Eintreffen der Dürkheimer Wehr keine Viertelstunde später stand das Dachgeschoss in lodernden Flammen. Die schienen fast schon erstickt, nachdem die ersten 10.000 Liter aufgebracht waren, doch kurz danach brachen sie erneut aus dem First aus.

Schwierige Wasserversorgung für Löscharbeiten

Nachrückende Wehren bauten dann eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung von der Schillerlinde aus auf, ein zweiter Hydrant konnte 400 Meter unterhalb der Limburg auf dem Wendeplatz am früheren Märchenwald angeschlossen werden. Bis dahin wurde Wasser im Pendelverkehr herangeschafft. Gegen 6 Uhr hatte die Feuerwehr, die mit rund 200 Leuten aus der Stadt und einem halben Dutzend umliegender Verbandsgemeinden auf knapp 40 Fahrzeugen angerückt war, den Brand unter Kontrolle. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 600.000 Euro. Die Klosterruine, an deren Mauern das dreistöckige Gastronomie-Anwesen direkt angebaut ist, blieb von den Flammen weitestgehend verschont.

Identität der Leiche noch nicht bestätigt

Gegen 7 Uhr bestätigte sich, was bis dahin nur schlimme Vermutung gewesen war: In dem Zimmer, den die Wehr als Brandherd vermutet, stießen Wehrleute auf eine Männerleiche. Sicher feststehen wird deren Identität erst nach einem DNA-Abgleich. Dessen Ergebnis erwartet die Staatsanwaltschaft ebenso wie das Ergebnis der Obduktion am Montagmorgen und den Bericht der Brandsachverständigen über die mögliche Ursache des Brandes erst in der kommenden Woche.

Veranstaltungen verlegt

Die Klosterruine Limburg liegt im Wald am Rande der Stadt Bad Dürkheim auf einer Bergkuppe über dem Isenachtal und gilt als eines ihrer Wahrzeichen. Im Sommer ist die Limburg ein beliebter Ort für Freiluft-Veranstaltungen. Wie die Stadt mitteilt, werden die drei für das Wochenende geplanten Veranstaltungen des "Limburg Sommers" an anderen Orten stattfinden. 
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