Radtouren-Tipp
Bahntrassen-Charme mit Westpfälzer Geschichte: Unterwegs auf dem Fritz-Wunderlich-Radweg
Der Radweg, der nach dem berühmten Opernsänger Fritz Wunderlich aus Kusel benannt ist, vereint musikalisches Andenken mit Naturerlebnis und Bahntrassen-Charme. Sanft abfallend und weitgehend fernab befahrener Straßen erschließt die Route das idyllische Pfälzer Musikantenland – eine Landschaft aus sanften Hügeln, weiten Wiesen und stillen Tälern. Passend zum Namen des Pfälzer Musikantenlandes weist ein rotes Notenzeichen auf gelbem Untergrund als Beschilderung den Weg.
Die Rheinpfalz hat die Radtour entlang des Streckenverlaufes von Freisen nach Altenglan getestet. Die Route kann auch entgegengesetzt befahren werden.
Start im Saarland – von Freisen nach Oberkirchen
Vom Ausgangspunkt im saarländischen Freisen führt der Fritz-Wunderlich-Radweg entlang der ehemaligen Strecke der Glantalbahn von Türkismühle nach Kusel sanft bergab. Bereits nach wenigen Kilometern erreicht der Weg zunächst die „Eiserne Brücke“ (141 Meter lang, 27 Meter hoch) und dann die imposante „Talbrücke“ (272 Meter lang, 39 Meter hoch) bei Oberkirchen. Beide Bauwerke gelten als Wahrzeichen der Region. Hoch über dem Ort schwebend, eröffnen sie schöne Ausblicke in das sogenannte Ostertal rund um Oberkirchen.
Abwechslungsreicher Streckenverlauf mit Tunneln und Viadukten
Hinter Oberkirchen führt der Fritz-Wunderlich-Radweg weiter über die historische Bahntrasse. Zwei imposante Eisenbahntunnel und mehrere Brückenbauwerke begleiten den Weg und erinnern an die Zeit, als hier noch Züge durch das Tal rollten. Gerade beim Durchqueren der Tunnel entfaltet sich eine ganz besondere Stimmung: sanftes, fast schon schwindendes Licht, feuchte Steinwände und ein Hauch von Abenteuer breiten sich aus. Eine Fahrradlampe mit guter Leuchtkraft ist für die Sicht im 216 Meter langen Oberkirchener Tunnel und dem 143 Meter langen Thallichtenberger Tunnel empfehlenswert.
Weiter durch das hügelige Musikantenland
Die Tour führt weiter in Richtung des Pfälzer Musikantenlandes. Dort wechseln sich weite Wiesen und sanften Hügelketten gegenseitig ab.
Wer die Augen offenhält, kann bei Thallichtenberg außerdem die imposante Burg Lichtenberg erspähen. Sie zählt zu den längsten Burgruinen Deutschlands. Nach einer Abfahrt erreicht man schließlich die Kreisstadt Kusel. Sie gilt als kulturelle Mitte der Region. Wer mag, kann dort einen Abstecher in die Altstadt unternehmen oder – passend zum Namensgeber der Tour – dem Fritz-Wunderlich-Museum einen Besuch abstatten. Ab Kusel führt der Radweg weiter auf gut ausgebauten Wegen und dem Verlauf des Kuselbaches folgend in Richtung des Glantals.
Vorbei am Rammelsbacher Dorfweiher nach Altenglan
Hinter Kusel geht es weiter in Richtung Rammelsbach. Die dortigen, markanten Steinbrüche erzählen von einer langen Bergbautradition. Der Weg verläuft weiterhin sanft bergab, begleitet von Ausblicken über die Täler und Felder der Westpfalz. In Altenglan erreicht der Radweg den Endpunkt der Tour, der dank seines Bahnhofs für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, eine bequeme Abreise ermöglicht.
Fazit: Ideal für Familien und Genießer
Dank des gut befahrbaren Untergrunds und der sanften Gefällefahrt von Freisen nach Altenglan eignet sich der Fritz-Wunderlich-Radweg für nahezu alle Radsportfreunde: Von Familien mit Kindern, E-Bike- und Genussradlern bis hin zu sportlichen Tourenfahrern. Gemütliche Rastplätze mit Bänken laden immer wieder zu Pausen ein, um die Natur in vollen Zügen zu genießen.



