Panorama Streit um Zivilklage gegen Prinz Andrew beendet

Prinz Andrew
Der britische Prinz Andrew spricht während eines Fernsehinterviews in der königlichen Allerheiligenkapelle in der Royal Lodge in Windsor.

Mit allen Mitteln hatten die Anwälte von Prinz Andrew versucht zu verindern, dass eine Zivilklage verbindlich zugestellt werden konnte. Nun wurde der Eingang offiziell bestätigt.

London/New York (dpa) - Der Streit um die Zustellung einer Zivilklage gegen Prinz Andrew (61) wegen sexuellen Missbrauchs ist beendet. Die US-Anwälte des zweitältesten Sohns von Queen Elizabeth II. (95) bestätigten in der Nacht zum Samstag den Eingang der Gerichtsdokumente.

Zuvor hatten sie mit allen Mitteln versucht, zu verhindern, dass die Papiere zugestellt werden. Wie britische Medien berichteten, haben Andrews Anwälte im Gegenzug für die Eingangsbestätigung nun bis Ende Oktober und damit rund zwei Wochen länger Zeit, auf die Schadenersatzklage zu antworten.

Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre wirft dem Royal vor, sie vor gut 20 Jahren als 17-Jährige mehrmals sexuell missbraucht zu haben. Der Neunte der britischen Thronfolge streitet die Anschuldigungen strikt ab.

Der Fall ist verbunden mit dem Missbrauchsskandal um den mittlerweile gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein. Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein. Dieser soll gemeinsam mit seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell jahrelang Dutzende Mädchen und junge Frauen in seine Abhängigkeit gebracht und sexuell missbraucht sowie anderen Männern zugeführt haben.

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