Panorama Kältewelle: Mehr als 45 Tote in Europa

«Paris.» Ab heute soll es langsam wärmer werden, doch die sibirische Kälte hatte Europa gestern noch fest im Griff: In vielen Ländern blieben die Schulen geschlossen, Schnee und Eis sorgten für Verkehrschaos. Die Anzahl der Kältetoten stieg seit Freitag auf mehr als 45 – allein in Polen kamen 18 Menschen ums Leben. In Deutschland starben zwei Menschen, als sie in zugefrorene Gewässer einbrachen. Dramatische Szenen spielten sich im baden-württembergischen Creglingen ab: Dort starb ein 79 Jahre alter Mann bei einer Rettungsaktion für seinen beim Schlittschuhlaufen in einen See eingebrochenen Enkel, teilte die Polizei gestern mit. Der Großvater konnte bei dem Unglück am Dienstag den acht Jahre alten Jungen aus dem eiskalten Wasser retten, brach dabei aber selbst ein. Im niedersächsischen Winsen entdeckte ein Spaziergänger gestern die Leiche eines 38-jährigen Mannes, der nachts in einen vereisten Fluss eingebrochen und bei der schneidenden Kälte erfroren war. Bereits am Montag war eine obdachlose Frau in einem Waldstück bei Leipzig erfroren.