Kalender kurios RHEINPFALZ Plus Artikel Internationaler Eisbärtag: König der Arktis auf dünnem Eis

Eisbär auf Spitzbergen
Eisbär auf Spitzbergen

Der 27. Februar gehört dem größten Landraubtier unserer Erde: dem Eisbären. Internationaler Eisbärtag — ausgerufen, um an ein Tier zu erinnern, das die Arktis beherrscht, aber den Klimawandel verliert.

Rund 26.000 Eisbären leben noch in freier Wildbahn. Doch das Meereis, ihre Jagdgrundlage, schmilzt ihnen buchstäblich unter den Pfoten weg. Wo früher Robben (Donald Trump würde sagen Pinguine) lauerten, wartet heute offenes Wasser. Lange Strecken schwimmen zu müssen, kostet Kraft – manchmal zu viel.

Am Eisbärtag erklären Klimaorganisationen und Zoos, wie die Arktis zum Fieberthermometer des Planeten geworden ist. Wer den Eisbären schützt, schützt letztlich sich selbst. Denn aus dem Verschwinden des Eises wird schnell ein Rutschen ins Chaos: für Tierwelt, Meere, Wetter – und Menschen.

Doch der 27. Februar ist nicht nur Warnung. Er ist eine Einladung zu Hoffnung: weniger Emissionen, mehr Schutzgebiete, klügere Entscheidungen. Vielleicht ist der Eisbär gerade deshalb zum Symbol geworden — weil er stark aussieht und doch verletzlich ist. Und wenn ein so mächtiges Tier auf unsere Hilfe angewiesen ist, sollte uns das wachrütteln: Eis schmilzt. Zeit auch.

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