Kalender kurios RHEINPFALZ Plus Artikel Internationaler Anti-Diät-Tag: Pause vom Schlankheitswahn

Der Anti-Diät-Tag soll darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss Diäten auf das Leben vieler Menschen haben.
Der Anti-Diät-Tag soll darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss Diäten auf das Leben vieler Menschen haben.

Der 6. Mai ist ein ungewöhnlicher Termin im Kalender der Aktionstage. Der Internationale Anti-Diät-Tag stellt eine Branche infrage, die weltweit Milliarden umsetzt: die Diätindustrie. Ausgerufen wurde der Tag Anfang der 1990er‑Jahre von der britischen Aktivistin Mary Evans Young. Sie wollte darauf aufmerksam machen, welchen Druck Schönheitsideale auf viele Menschen ausüben. Magazine, Werbung und soziale Medien vermitteln häufig das Bild, dass nur ein schlanker Körper als attraktiv gilt – und dass sich dieses Ziel mit der richtigen Diät erreichen lasse.

Der Anti-Diät-Tag soll dazu anregen, solche Erwartungen kritisch zu hinterfragen. Befürworter sehen darin einen Gegenpol zu ständig neuen Ernährungsprogrammen und Wunderkuren. Kritiker wiederum warnen davor, die gesundheitlichen Risiken von starkem Übergewicht zu verharmlosen.

Die Initiatoren verstehen den 6. Mai deshalb nicht als Aufruf zum hemmungslosen Schlemmen. Vielmehr soll er eine kleine Denkpause sein: über Körperbilder, Selbstwahrnehmung und den erstaunlich großen Einfluss, den Diäten auf das Leben vieler Menschen haben.

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