Panorama Alles deutet auf ein Comeback von Stefan Raab hin

Stefan Raab
Entertainer Stefan Raab hat sich vor Jahren aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen.

Viele glaubten an einen Aprilscherz. Aber Stefan Raab zieht es wohl zurück in die Öffentlichkeit. Im September will er gegen eine Gegnerin boxen, die ihn schon zwei Mal besiegt hat.

Düsseldorf/Karlsruhe (dpa) - Knapp zehn Jahre nach dem Bildschirm-Abschied von Stefan Raab deutet alles auf seine Rückkehr ins Rampenlicht - es werden Tickets für einen Schau-Boxkampf mit ihm verkauft. Am Mittag wurden auf der Webseite des Dienstleisters Eventim Karten für «The Final Fight» gegen Ex-Profiboxerin Regina Halmich am 14. September im Düsseldorfer PSD Bank Dome in Aussicht gestellt.

Zuvor hatte Halmich in einem dpa-Interview eine Ankündigung von Raab bestätigt. Weil dessen Video auf Instagram am 1. April veröffentlicht worden war, hatte es Zweifel an der Veranstaltung gegeben.

Halmich: «Werde ihm Strich durch die Rechnung machen»

Der frühere TV-Moderator (57, «TV total») hat gegen die Ex-Profiboxerin Halmich (47) aus Karlsruhe in den Jahren 2001 und 2007 schon zwei Niederlagen in Schaukämpfen kassiert. «In den ersten zwei Kämpfen habe ich ihm gezeigt, wo es langgeht, habe ihm sogar die Nase gebrochen», erinnerte sich Halmich. «Ich denke, er spekuliert jetzt vielleicht, dass ich nicht mehr so fit bin und dass er jetzt die besseren Chancen hat, gegen mich zu gewinnen. Aber ich muss sagen, da werde ich ihm einen Strich durch die Rechnung machen.»

Raab, der mit Show-Ideen wie «TV total» zu den wichtigsten Fernsehmachern Deutschlands gehört und seit den 1990ern im Geschäft ist, hatte sich im Jahr 2015 aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen und arbeitet seither hinter den Kulissen. 2018 trat er bei einer Bühnen-Show in Köln auf, die aber nicht im Fernsehen übertragen wurde.

Bestätigung durch Halmich

«Ja, man könnte tatsächlich meinen, dass es sich um einen Aprilscherz handelt, aber ich habe ja schon auf meiner Instagram-Seite aufgeklärt: Es ist tatsächlich die Realität», sagte Halmich der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe wirklich diese Anfrage bekommen, ob ich mir vorstellen kann, diesen dritten Showkampf, dieses Duell, noch mal anzutreten.»

Sie habe sich «nach langer und reiflicher Überlegung» dazu «entschieden, dass ich es noch mal mache», sagte Halmich. Die Profiboxerin sagte, sie werde natürlich trainieren und werde auch wieder fit in den Boxring steigen. «Also, ganz klar, es ist ein Showkampf. Ich bin kein Profi mehr. Die Leute wollen jetzt aber auch mit Sicherheit nicht die hohe Boxkunst sehen, sondern die wollen gute Unterhaltung und ich kann versprechen, es wird knallen.» Die am Dienstag freigeschalteten Karten-Kontingente bewegten sich zwischen 81,50 Euro und 197,50 Euro.

Video auf Instagram-Kanal sorgte für Überraschung

Auf Raabs Instagram-Kanal war am Karfreitag überraschend ein Video aufgetaucht, seit 2018 der zweite Beitrag auf seinem offiziellen Kanal überhaupt. Im Video gab er seinem früheren Show-Praktikanten Elton (53) die Aufgabe, in drei Tagen neun Millionen Follower für sein Instagram-Profil zu sammeln, dann kehre er als Influencer zurück. Viele Beobachter gingen von einem Aprilscherz aus. Diese Marke verfehlte das Duo deutlich.

In einem weiteren Video wurde dann am Montag die Neuauflage des Boxkampfes gegen Halmich avisiert. Raab wurde zumeist von hinten gezeigt. Nur für einen kurzen Moment war sein Körper zu sehen, der offensichtlich durch Tricktechnik verfremdet sehr übergewichtig wirkte. Auf dem Kopf trug der Entertainer eine Baseballkappe mit der Aufschrift «NWSDWH». Das Kürzel wurde nicht erklärt, weckt aber Erinnerungen an frühere Raab-Veranstaltungen wie die Castingshow «SSDSGPS» («Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star»).

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