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Montag, 06. Juni 2016 Drucken

Zeitgeschehen

Wie viel Freiraum?

Benimm dich: Tipps für Gäste und Gastgeber

Von Gerlind Hartwig

 

Als ich die letzten Gäste nach einer fröhlichen Party verabschiede, höre ich bereits munteres Vogelgezwitscher. Müde und erschöpft fallen unsere weit angereisten Gäste in die Betten unserer Kinder. Für gute Freunde rücken wir gerne zusammen. Bevor ich einschlummere, frage ich mich noch: Wie viel Freiraum möchte oder soll ich meinen Gästen gewähren?

Als Übernachtungsgast in einem Privathaushalt sollten Sie sich nicht wie im Hotel bedienen lassen. Und sich auch nicht zu sehr „wie zu Hause“ fühlen. Wie viel Freiraum Sie sich nehmen dürfen, hängt zum einen davon ab, wie vertraut Ihr Verhältnis zu den Gastgebern ist. Zum anderen von den Absprachen, die Sie miteinander treffen. Familienangehörige oder sehr nahe Freunde finden es sicherlich in Ordnung, Sie morgens im Schlafanzug oder Nachthemd zu sehen. Ansonsten finde ich es angemessen, sich komplett anzuziehen.

Auch wenn ein frisch gebrühter Kaffee lockt, sollten Sie als Gast die Kaffeemaschine nicht selber bedienen. Es sei denn, Ihnen wurde es vorher explizit angeboten. Und die Geräusche beim Zubereiten des Kaffees sind so leise, dass Sie noch Schlafende dadurch nicht aufwecken. Sind die Gastgeberin oder der Gastgeber schon auf, freuen die sich bestimmt über Ihre Hilfe beim Tischdecken. Vor dem Abschiednehmen empfehle ich, die Bettwäsche des benutzten Bettes abzuziehen. Zumindest jedoch, das Bett zu machen und das überlassene Zimmer wieder herzurichten.

Freunde oder Bekannte bei sich übernachten zu lassen, ist nicht selbstverständlich. Viele Menschen wünschen sich ihre Privatsphäre und scheuen den Aufwand. Respektieren Sie daher die Bedürfnisse Ihres Gastgebers und bleiben Sie so ein immer willkommener Gast. (Foto: J. Hauk)

 

Die Autorin

 

Gerlind Hartwig (44) ist Image-Trainerin aus Kaiserslautern.

Haben Sie eine Frage zu zeitgemäßen Umgangsformen? Schreiben Sie uns: benimmdich@rheinpfalz.de

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