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Mittwoch, 27. März 2019 Drucken

Rheinland-Pfalz

«Dicker Fisch»: Zoll findet Waffen, Sprengstoff und Munition

(Foto: Zoll)

Das Ärmelabzeichen von einem Zollbeamten ist zu sehen

Das Ärmelabzeichen von einem Zollbeamten ist zu sehen. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Dem Zoll ist ein Schlag gegen Waffensammler und einen mutmaßlichen Waffenhändler gelungen. Bei mehreren Durchsuchungen in den Landkreisen Kaiserslautern und Kusel fanden die Fahnder insgesamt 19 Schusswaffen, darunter mehrere Kriegswaffen, Sprengstoff und mehr als 27 000 Schuss Munition, wie das Zollamt Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Den größten Fund machten die Fahnder in einem leerstehenden Haus in Herschweiler-Pettersheim (Kreis Kusel): Dort stellten sie sieben Sturmgewehre, zwei Vorderschaftrepetierflinten, ein halbautomatisches Selbstladegewehr, vier Pistolen und etwa 23 000 Schuss Munition sicher. Der Eigentümer des Hauses ist ein 48 Jahre alter Mann aus dem Kreis Kaiserslautern.

Ausgelöst hatte die Ermittlungen ein Fund am Frankfurter Flughafen im vergangenen Herbst. Im Postzentrum ging den Beamten ein verbotener Laserzielpunktprojektor ins Netz. Als sie daraufhin die Wohnung des 27 Jahre alten Empfängers im Landkreis Kaiserslautern durchsuchten, stießen sie auf Waffen und Munition. Dem Fund folgten weitere Durchsuchungen bei zwei Männern im Alter von 44 und 48 Jahren im Kreis Kusel und bei dem 48-Jährigen aus dem Kreis Kaiserslautern. «Dieser Sachverhalt zeigt exemplarisch, wie aus einem vermeintlich kleinen Fall ein dicker Fisch werden kann», sagte ein Sprecher des Zolls.

Gegen die vier Männer wird wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Gegen den 48-Jährigen aus dem Kreis Kaiserslautern wird außerdem wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Waffenhandels ermittelt. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

|dpa

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