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Rheinland-Pfalz

Maibaum-Unglück: Gutachten könnte länger dauern

(Archivfoto: DPA)

Grafschaft-Nierendorf (dpa/lrs) - Nach dem tragischen Tod eines 15-jährigen Jungen beim Aufstellen eines Maibaumes im Kreis Ahrweiler könnte sich die genaue Klärung der Unglücksursache länger hinziehen. Zur angeforderten Analyse eines Sachverständigen teilte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Rolf Wissen am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit: «Nach meinen bisherigen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass das Gutachten frühestens in sechs Wochen vorliegen dürfte.»

Das Dorf Grafschaft-Nierendorf steht mitten im sonnigen Frühling weiter unter Schock. «Der Heimat- und Bürgerverein Nierendorf e.V. ist in Gedanken bei der Familie und den Freunden des Verunglückten», heißt es beispielsweise auf der Internetseite des Dorfes nahe dem Ahrtal.

Laut Polizei hatte der 15-Jährige bei einem Fest am vergangenen Sonntag die betonierte Grube, in der der traditionelle Maibaum befestigt werden sollte, gereinigt. «Das Loch ist eckig und an der Seite schräg. Dort sollte der Baum runtergeführt werden», erklärte ein Kripo-Beamter am Dienstag. Der Stamm sollte angehoben werden, rutschte plötzlich ungeplant in die Betoneinfassung und verletzte den Jugendlichen so schwer, dass dieser kurz darauf in der Uniklinik Bonn starb.

Auch die Ermittlungen der Polizei dauerten an. Da das Maibaumstellen des Junggesellenvereines von vielen Angehörigen und Anwohnern beobachtet worden war, können Polizisten zahlreiche Zeugen vernehmen. Eine der zentralen Fragen lautet dabei laut Polizei: Wie konnte der Stamm plötzlich in Bewegung geraten?

Der Maibaum lag auch am Dienstag noch in zwei voneinander getrennten Teilen vor dem Gerätehaus der örtlichen Feuerwehr.

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