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Rheinland-Pfalz

Erdwärmekraftwerk in Landau: Probebetrieb dauert länger als geplant

Landauer Erdwärmekraftwerk

Blick auf das Landauer Erdwärmekraftwerk. Foto: Ronald Wittek/Archiv

Landau (dpa/lrs) - Der Probebetrieb beim umstrittenen Landauer Erdwärmekraftwerk dauert länger als zunächst geplant. Die Betreiber hätten eine Fristverlängerung beantragt, weil das ein oder andere Gutachten nicht rechtzeitig fertig geworden sei, sagte Thomas Dreher vom Landesamt für Geologie und Bergbau der Deutschen Presse-Agentur. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Jahr noch eine Entscheidung über den Dauerbetrieb der Anlage falle, sei deshalb gering.

Strom für 4000 Haushalte

Das Kraftwerk soll mit heißem Wasser aus 3000 Metern Tiefe Strom für etwa 4000 Haushalte erzeugen. Es war 2014 abgeschaltet worden, nachdem sich der Boden in der Umgebung stellenweise gehoben hatte. Als Ursache galt Wasser, das aus dem Anlagensystem austrat. In der Bevölkerung gab es Protest. Inzwischen wurde die Anlage nach Angaben der Betreiber saniert. Sie waren zunächst davon ausgegangen, dass der Probebetrieb bis Ende November läuft und nach einer Abstimmung mit den Behörden zum Jahresende der Regelbetrieb beginnen könnte.

 

Dreher, der Leiter der Abteilung Bergbau beim Landesamt ist, wies darauf hin, dass die Betreiber die Anlagenteile einzeln und zusammen testen. «Zu den Ergebnissen sind Sachverständigengutachten vorgesehen», sagte er. Diese würden von seiner Behörde geprüft.

Bisher zufrieden

Auf die Frage, wie lange die Tests noch dauerten, sagte ein Sprecher des Bohrtechnik- und Geothermieunternehmens Daldrup & Söhne, es sei schwer, ein Datum festzulegen, weil der Probebetrieb in einem fließenden Prozess in den Regelbetrieb übergehe. Mit dem bisherigen Probebetrieb sei man zufrieden. Die technischen Voraussetzungen der Anlage seien gut. Daldrup ist einer der drei Anteilseigner.

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