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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Frankenthal: Kultur Regional

„Wasser ist nicht mein Element“

Interview: In vier ungewöhnliche Länder haben die Dreharbeiten zu seinem ersten Film den Kika-Fernsehmoderator Tobias Krell geführt. Dabei hat der als „Checker Tobi“ bekannte Rheinland-Pfälzer viele Abenteuer erlebt – und manchmal auch ein mulmiges Gefühl gehabt, wie er im Interview mit der RHEINPFALZ erklärt. Am 22. Januar stellt er seinen Film im Frankenthaler Lux-Kino vor.

Während der Dreharbeiten zu seinem ersten „Checker Tobi“-Film macht Tobias Krell in einem Dorf auf Tanna in Vanuatu ein paar Fotos mit den Kindern.

Während der Dreharbeiten zu seinem ersten „Checker Tobi“-Film macht Tobias Krell in einem Dorf auf Tanna in Vanuatu ein paar Fotos mit den Kindern. ( Foto: BR/megaherz GmbH/Esra Bonkowski/frei)

Tobi, am 31. Januar ist deutschlandweiter Kinostart für Deinen ersten Kinofilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“. Ohne zu viel zu verraten: Hast Du das Geheimnis am Ende gelüftet?

Das Geheimnis wird am Ende des Films gelüftet. Was genau es ist, verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Der Weg dahin war nicht leicht. Während der Dreharbeiten ist viel passiert – Dinge, die wir nicht eingeplant oder auf dem Schirm hatten, Menschen, die wir getroffen haben und die uns ihre Geschichte erzählt haben. In Tasmanien zum Beispiel waren wir gerade mit einem Boot auf dem Meer unterwegs, als plötzlich Delfine neben uns aufgetaucht sind. Das war ganz spontan, zum Glück hatten wir die Kamera laufen. Letztlich ist die Szene auch im fertigen Film gelandet.

 

Neben Tasmanien hat Dich Deine Reise auch nach Vanuatu, Grönland und Indien geführt – nicht die üblichsten Reiseziele. Was hat Dich dort am meisten beeindruckt?

In jedem Land hatten wir tolle Begegnungen mit Menschen, die mir unglaublich positiv in Erinnerung geblieben sind. Wir haben zum Beispiel Kinder aus den Slums in Mumbai getroffen, die zu den ärmsten der Armen gehören. Trotzdem haben sie mich und das Team zum Essen eingeladen. Auch die Kinder in Grönland waren total neugierig und interessiert, sie hatten überhaupt keine Scheu vor Fremden und sind trotz des vielen Kameraequipments auf uns zugegangen. Neben der fantastischen Natur dieser Länder haben mich vor allem die Menschlichkeit und Gastfreundschaft nachhaltig beeindruckt.

 

Wie lange seid Ihr gereist, und wie lange hat der Dreh gedauert?

Angesetzt waren die Dreharbeiten für einen Zeitraum von zweieinhalb bis drei Monate, insgesamt gab es 40 Drehtage. Die haben sich auf den gesamten Zeitraum und die vier Länder verteilt. In Indien zum Beispiel waren wir zweimal. Vanuatu und Tasmanien haben wir in einer größeren Reise zusammengefasst. Meist waren wir zu siebt unterwegs – ein Tonmann, ein Regisseur und auch ein Kollege, der sich um die Drohne zum Aufnehmen der Bilder aus der Luft gekümmert hat, waren beispielsweise immer dabei. Bei der Szene auf dem Piratenschiff, die ganz am Anfang des Films zu sehen sein wird, war das Team aber viel größer: Da hatten wir knapp 40 Mann mit allen Statisten und ein richtig professionelles Filmset.

Auf welches Reiseziel hast Du Dich am meisten gefreut?

Mein Lieblingsort war definitiv Grönland. Ins ewige Eis kommt man nur mit speziellen Flugzeugen, die dort starten und landen können. Und im Sommer geht die Sonne dort nie unter. Das war schon magisch. Aber auch das Lernen des Bollywood-Tanzes in Indien hat mir letztlich viel Spaß gemacht. Am Anfang war das natürlich eine große Herausforderung – ich bin ja kein ausgebildeter Schauspieler oder Tänzer und hatte nur einen halben Tag Zeit, die Schritte und Mundbewegungen zur Musik zu proben. Deshalb bin ich umso stolzer, dass es so gut geklappt hat.

 

Im Film gehst Du tauchen und kletterst mit einer Forscherin auf einen aktiven Vulkan. Gab es Momente, in denen Du ein mulmiges Gefühl hattest?

Das waren genau die beiden Momente, vor denen ich Respekt hatte. Auf dem Vulkan habe ich mir von der Forscherin genau erklären lassen, wie ich mich verhalten muss, wenn der Berg Lava spuckt. Als es dann so weit war, war es unbeschreiblich. Und auch beim Tauchen war ich anfangs leicht besorgt. Ich war nicht besonders geübt und kriege das mit dem Druckausgleich auch nicht so gut hin. Wasser war eigentlich noch nie mein Element. Aber gleich beim ersten Tauchgang im Meer war die Kamera dabei. Die ersten ein, zwei Tage lief es nicht so gut, aber am dritten Tag haben wir dann tolles Bildmaterial zusammenbekommen für den Film.

 

Normalerweise sieht man Dich ja nur im Fernsehen, wo Du die Kinderwissenssendung „Checker Tobi“ moderierst. Wie kam es zum Sprung auf die große Kinoleinwand?

Der Film war eine Idee vom Sender, dem Bayerischen Rundfunk. Schon vor sechs Jahren, als ich dort angefangen habe, hatte man mich drauf angesprochen. Als Filmfan war ich natürlich sofort begeistert. Und vor dreieinhalb Jahren ging es dann los.

 

Du wurdest in Mainz geboren, da ist Frankenthal – wo Du den Film am 22. Januar vorstellst – nicht weit. Warst Du schon mal in der Stadt?

Ich war im Zivildienst mal in Frankenthal, das ist aber schon 14 Jahre her. Damals habe ich bei der Sportjugend Rheinland-Pfalz gearbeitet und bin mit dem Sportmobil durch die Region gefahren. Aber so richtig erinnern kann ich mich nicht. Deshalb freue ich mich, dass ich vorbeikommen darf.

Termine

—Kinofilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ mit anschließender Autogrammstunde, Dienstag, 22. Januar, 17 Uhr, Lux-Kino, August-Bebel-Straße 7-9. Offizieller Kinostart ist der 31. Januar.

—Einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zeigt der Kika am Samstag, 26. Januar, 19.25 Uhr, in „Checker Tobi“. | Interview: Anne LenhardtDOPPELTERZEILENUMBRUCH