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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Speyer: Kultur Regional

„Happy Birthday, Amadeus!“

Der Mozartchor Speyer singt Opernchöre zu Mozarts 263. Geburtstag am 27. Jänner

Im winterlichen Salzburg wurde Mozart geboren. Das Geburtshaus liegt in etwa in der linken unteren Ecke des Bildes.

Im winterlichen Salzburg wurde Mozart geboren. Das Geburtshaus liegt in etwa in der linken unteren Ecke des Bildes. ( Foto: Tourismus Salzburg)

In der Reihe „Happy Birthday, Amadeus!“ lädt der Mozartchor Speyer seit vielen Jahren an Mozarts Geburtstag zu einer musikalischen Feierstunde in den Historischen Ratssaal nach Speyer ein. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr Opernchöre von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn.

Für beide Komponisten spielte die Oper eine zentrale Rolle in ihrem musikalischen Schaffen. Aber während viele von Mozarts 22 Opern weltberühmt sind, ist das Wissen um die Opern seines väterlichen Freundes Haydn eher den Spezialisten vorbehalten. Kaum ein internationales Opernhaus, das nicht regelmäßig eines von Mozarts Meisterwerken auf dem Spielplan hätte. Aufführungen der Opern Haydns sind dagegen rar.

Dabei hat das sicher nichts mit der kompositorischen Qualität der Haydn’schen Opern zu tun. Schon eher mit der Außenseiterrolle, die das Schloss des Fürsten Esterhazy im europäischen Opernbetrieb spielte. Haydn war zwar Chefmusiker an einem der prunkvollsten Fürstenhöfe der Zeit und hatte zweifellos eines der besten Orchester zur Verfügung. Aber seine Spielstätten lagen eben in Esterhaza oder Eisenstadt. Es fehlte das breite Publikum wie in Wien oder in den anderen europäischen Großstädten. Haydn beklagt diese fehlende Anbindung an die große Opernwelt selbst einmal in einem Brief von 1781: „Mein Unglück ist nur der Aufenthalt auf dem Lande.“

Dass Haydns Opernchöre jederzeit gegenüber denen aus berühmten Opern Mozarts wie „Die Entführung aus dem Serail“, „Die Hochzeit des Figaro“ oder „Cosi fan tutte“ bestehen können, wird der Mozartchor am 27. Januar demonstrieren.

Das Thema Oper wird auch Dagmar Wolf-Hauß am Klavier aufgreifen, wenn auch in abgewandelter Form. Sie spielt Mozarts zehn Variationen über die Ariette „Unser dummer Pöbel meint“ (KV 455). Diese ist Teil von Christoph Willibald Glucks Singspiel „Die Pilgrime von Mekka“, das wiederum Mozart zu seiner „Entführung aus dem Serail“ inspiriert hat. Der satirisch-humorvolle Charakter der 1783 entstandenen Variationen lässt das Ungelenke des schlichten Themas mit viel spielerischem Witz und technischer Brillanz hervortreten.

Die Leitung des Abends liegt wie immer bei Dieter Hauß. Und nach dem musikalischen Teil können die Besucher – wie immer – mit einem Glas Sekt auf Mozarts Geburtstag anstoßen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Um eine Spende zur Deckung der Kosten wird am Ausgang gebeten. |rg