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Samstag, 12. Januar 2019 Drucken

Kurznachrichten

Explosion in Pariser Innenstadt - Zwei Tote

(Foto: dpa)

Kurz vor Beginn von „Gelbwesten“-Demonstrationen liegen bei den Pariser Sicherheitsbehörden die Nerven blank. Dann erschüttert eine Explosion das Zentrum der Metropole. Vieles spricht für einen Unfall.

(Aktualisiert 14.10 Uhr) Bei der schweren Explosion mitten in Paris sind nach neuesten Behördenangaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Todesopfern handele es sich um Feuerwehrleute, sagten Sprecherin der Polizei und des Innenministeriums am Samstag. Damit korrigierten sie Aussagen von Frankreichs Innenminister Christophe Castaner, der zuvor im Fernsehen von vier Toten gesprochen hatte.

(Aktualisiert 13.07 Uhr) Kurz vor Beginn der angekündigten „Gelbwesten“-Proteste hat sich mitten in Paris eine starke Explosion ereignet. 36 Personen wurden verletzt, wie eine Sprecherin der Polizei am Samstag sagte. Zwölf von ihnen hätten schwere Verletzungen davongetragen, fünf schwebten in Lebensgefahr. Unter den Schwerverletzten seien auch drei Feuerwehrleute. Die Explosion ereignete sich gegen 9.00 Uhr am Samstag in der Rue de Trévise, etwa einen Kilometer Luftlinie entfernt von der Pariser Oper. Vieles sprach für einen Unfall.

Dichter Rauch und geborstene Glasscheiben

Ursprünglich war die Feuerwehr wegen des Verdachts auf austretendes Gas an den Ort der späteren Explosion gerufen worden, wie die Polizei-Sprecherin am Morgen sagte. Rund 100 Polizisten und knapp 200 Feuerwehrleute waren laut Innenminister im Einsatz. Die Lage sei unter Kontrolle, hieß es am Vormittag.

Fernsehbilder zeigten dichten Rauch, der aus dem Gebäude drang. Die Glasscheiben in der Umgebung seien durch die Wucht der Explosion geborsten, berichteten Medien. Journalisten vor Ort sagten im Fernsehen, die Szenerie sehe aus wie nach einem Bombenangriff. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

5000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Ein Anwohner aus einem nahe gelegenen Haus sagte BFMTV: „Ich habe gespürt, wie mein Haus für eine oder zwei Sekunden in seinen Grundfesten schwankte. Ich habe mich gefragt, ob es ein Attentat gab, ich hatte ein bisschen Angst.“

Die Explosion erschütterte das 9. Arrondissement in Paris kurz vor angekündigten Demonstrationen der „Gelbwesten“ in der Hauptstadt. Die Behörden befürchten bei den Protesten eine erneute Eskalation der Gewalt. Rund 5000 Sicherheitskräfte sind in Paris im Einsatz, um die Demonstrationen abzusichern. In den vergangenen Wochen war es bei den Protesten der Bewegung immer wieder zu Gewalt und Ausschreitungen gekommen. Besonders Paris war betroffen.

Attentat in Straßburg

Auch wegen des Terroranschlags von Straßburg vor einem Monat herrscht in Frankreich hohe Anspannung. Am 11. Dezember hatte ein Attentäter in der Innenstadt der elsässischen Stadt das Feuer eröffnet. Fünf Menschen starben, viele weitere wurden verletzt.

 

|dpa

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